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Wiederverkauf von Gesichtsmasken kann in Japan nun mit einem Jahr Gefängnis bestraft werden

Überteuerter Wiederverkauf soll unterbunden werden

Um den Weiterverkauf von Gesichtsmasken zu stoppen, hat die japanische Regierung am Dienstag angekündigt, dass Wiederverkäufer mit einem Jahr Gefängnis oder einer Geldstrafe von 1 Million Yen (ca. 8.445 Euro) rechnen müssen.

Die japanische Regierung möchte damit verhindern, dass der landesweite Mangel an Gesichtsmasken von einigen wenigen ausgenutzt wird.

Weiterverkauf von Gesichtsmasken zum Normalpreis ist weiterhin erlaubt

Der Weiterverkauf von Gesichtsmasken zu dem Preis, zu dem sie gekauft wurden, oder zu einem niedrigeren Preis, ist weiterhin zulässig, sagte ein Mitarbeiter des Ministeriums für Wirtschaft, Handel und Industrie und betonte, dass die Regel nicht dazu gedacht sei, die Menschen davon abzuhalten, Masken an Freunde und Familie zu verteilen.

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„Wir wollen sicherstellen, dass der Durchschnittsverbraucher auch Masken bekommt“, so der Mitarbeiter.

Die Regel wird durch eine Überarbeitung des Gesetzes über Sofortmaßnahmen zur Stabilisierung der Lebensbedingungen der Öffentlichkeit umgesetzt, das 1973 als Reaktion auf Panikkäufe während der Ölkrise erlassen wurde.

Strafen für den Weiterverkauf anderer Produkte könnten folgen

Zudem könnte der Weiterverkauf von Produkte wie Desinfektionsmittel ebenfalls unter Strafe gestellt werden, wenn dies von der Regierung als notwendig erachtet wird. Die Strafen sollen wieder aufgehoben werden, wenn sich die Nachfrage wieder normalisiert hat.

Das Ministerium hatte E-Commerce-Unternehmen gebeten, die Online-Auktionen von Gesichtsmasken ab dem 14. März vorübergehend auszusetzen, aber der Schritt reichte nicht aus, um den Wiederverkauf zu stoppen.

Japans Premierminister Shinzo Abe hat kürzlich gesagt, die Versorgung des Landes mit Gesichtsmasken auf 600 Millionen pro Monat zu erhöhen, mit besonderem Schwerpunkt auf deren Bereitstellung für Kindertagesstätten und Pflegeeinrichtungen.

Die Hersteller haben jedoch Probleme, dem plötzlichen Anstieg der Nachfrage gerecht zu werden. In den letzten Wochen wurden leere Regale in Drogerien und Supermärkten zu einem alltäglichen Anblick.

Das Problem hat sich verschärft, da die wenigen Bestände von Wiederverkäufern aufgegriffen und über E-Commerce-Websites wie Rakuten und Mercari zu exorbitanten Preisen angeboten werden.

Ein prominentes Beispiel ist ein Abgeordneter, der 8,9 Millionen Yen mit dem Verkauf von Paketen mit 2.000 Gesichtsmasken in Online-Auktionen für jeweils 30.000 bis 170.000 Yen verdient hat. Er entschuldigte sich mittlerweile.

Der Mitarbeiter des Ministeriums sagte, es sei unklar, ob der Abgeordnete nach der neuen Regelung angeklagt werden könnte, da er eine Handelsgesellschaft betreibt und möglicherweise nicht als Wiederverkäufer eingestuft wird.

Kyodo

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