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Film über das „THE TOKYO TOILET PROJECT“

Wim Wenders arbeitet an einem Film über öffentliche Toiletten in Japans Hauptstadt

Der deutsche Regisseur Wim Wenders arbeitet an einem Film über öffentliche Toiletten, die im Rahmen des „THE TOKYO TOILET PROJECT“ von Stararchitekten entworfen wurden.

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Das „THE TOKYO TOILET PROJECT“ besteht aus 17 „stillen Örtchen“, die alle gewisse Besonderheiten aufweisen. Das Sanitärunternehmen Toto ist dabei als Berater tätig und gestaltet die Innenräume. Der Fokus liegt dabei auf einer modernen und einladenden Architektur.

Für Wenders haben sich Toiletten in Ruheräume verwandelt

Laut japanischen Medien sagte Wender: „Meine erste Reaktion war, das muss ich zugeben, ‚Was? Toiletten? Chotto mattene‘.“ Chotto mattene heißt so viel wie „Moment mal“.

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„Für mich haben sie sich von Toiletten in Ruheräume verwandelt. Das ist ein sehr schönes Wort im Englischen, die Toilet. Als ich diese Orte in den nächsten Tagen sah, erkannte ich, dass es sich um Toiletten im wahrsten Sinne des Wortes handelte“, so Wenders gegenüber Reportern in Shibuya.

Im Film soll der Hauptdarsteller ein Sanitärarbeiter sein, der die Toiletten reinigt und seine Arbeit als ein Handwerk und einen Dienst an den Menschen sieht. Die Details des Drehbuchs sind noch in Arbeit.

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Die Rolle des Sanitärarbeiters übernimmt Koji Yakusho („Shall We Dance?“, „Babel“), der die Rolle direkt angenommen hat, da er mit Wenders arbeiten will.

„Ich habe das Gefühl, dass es eine schöne Geschichte sein wird. Und ich habe das Gefühl, dass eine Geschichte, die die Toilette als Schauplatz hat, mit der Person, die dort arbeitet, und den Menschen, die sie benutzen, dazu beitragen wird, Japan zu verstehen“, so Yakusho.

„THE TOKYO TOILET PROJECT“ eine Idee für die Olympischen Spiele in Tokyo

Das „THE TOKYO TOILET PROJECT“ war eine Idee für die Olympischen Spiele 2020 in Tokyo, die allerdings zuerst wegen der Pandemie verschoben wurde und bei der keine Zuschauer teilnehmen durften.

Alle 17 Toiletten sollten bis Ende 2020 fertiggestellt werden, dazu gibt es eine Webseite, die die einzelnen stillen Örtchen vorstellt.

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