Anzeige
HomeNewsWirtschaft10 japanische Firmen haben Verbindungen zum Militär in Myanmar

Geld für das Militär

10 japanische Firmen haben Verbindungen zum Militär in Myanmar

Mindestens 10 japanische Firmen haben Verbindungen zum Militär in Myanmar. Entweder sind sie an Projekten beteiligt oder unterhalten Geschäftsbeziehungen zu Unternehmen, die dem Militär nahestehen, so ein Bericht von Kyoto News.

Ungefähr 400 japanische Firmen haben in das Land expandiert, nachdem die zivile Regierung die politischen Geschäfte übernommen hatte.

Japanische Firmen waren gezwungen mit Unternehmen aus Myanmar zusammenzuarbeiten

Seitdem hat Japan auch offiziell Entwicklungshilfe an Myanmar gezahlt, die Zahlungen mittlerweile allerdings gestoppt. Japanische Unternehmen mussten allerdings wegen Beschränkungen für ausländische Unternehmen mit dort ansässigen Firmen zusammenarbeiten.

Ein Beispiel, das bereits bekannt war, ist Kirin Holdings, die mit der Myanma Economic Holdings zusammenarbeitet. Die Holding ist laut der UN im Besitz von hochrangigen Mitgliedern des Militärs.

LESEN SIE AUCH:  Japan bleibt bei Maßnahmen gegen Myanmar vorsichtig

Nachdem Kritik an den Finanz- und Führungsstrukturen der Holding laut wurde, führte Kirin eine Überprüfung durch und stoppte die Dividendenzahlungen der Unternehmen. Die Partnerschaft wurde jedoch noch nicht aufgelöst, da die Verhandlungen weiterhin auf Herausforderungen stießen.

In einem anderen Fall wurden von einem japanischen Konsortium, über ein Joint Venture, jährlich über 200 Millionen Yen (ca. 1.513.877 Euro) für ein Sanierungsprojekt in Yangon an das Verteidigungsministerium von Myanmar gezahlt.

Die Beteiligung an dem Sanierungsprojekt, das auf dem ehemaligen Gelände eines Militärmuseums zu geschätzten Kosten von 37 Milliarden Yen errichtet werden soll, steht seit seiner Ankündigung im Jahr 2017 auf dem Prüfstand, als die Verfolgung der ethnischen Minderheit Rohingya durch das Militär bereits weltweit kritisiert worden war.

Baufirmen, Lebensmittelmaschinenhersteller und Schmuckunternehmen

Ein weiteres japanisches Unternehmen ist die Baufirma Yokogawa Bridge Corp., die ein Unternehmen, das vom Militär in Myanmar unterstützt wird, mit dem Bau einer Brücke am Bago-Fluss beauftragt hat.

Yokogawa Bridge hat zwar zugegeben, eine dem Militär nahestehende Firma als Subunternehmer beauftragt zu haben, sagte aber, dass sie die Menschenrechte respektieren werden.

Auch der Lebensmittelmaschinenhersteller Satake Corp. arbeitet mit einer Firma zusammen die eine direkte Verbindung zum Militär hat. Zu dieser Geschäftsbeziehung sagte ein Sprecher, dass das Unternehmen die Situation genau beobachtet.

Das japanische Schmuckunternehmen Tasaki & Co. hatte dem Militär einen Teil seiner Produktion zur Verfügung gestellt, nachdem es von der von den USA sanktionierten Myanmar Pearl Enterprise die Erlaubnis erhalten hatte, Perlen zu züchten. Das Schmuckunternehmen sagte, dass es entsprechend reagieren wird.

Anzeige
Anzeige

Weitere Themen

Kommentare

0 Kommentare
Inline Feedbacks
View all comments