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391 Bewerber für japanische Arbeitsvisa am ersten Wochenende

Fast 400 Bewerber, hauptsächlich aus Vietnam, Myanmar und Nepal, nahmen an der ersten allgemeinen Prüfung für das neue Arbeitsvisum für Japan teil. Darin wurden vor allem die beruflichen Fähigkeiten abgefragt.

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Die Prüfung am 14. April richtete sich an Personen, die im Hotel-Gewerben arbeiten wollen. Die Teilnehmer legten einen schriftlichen Test zu ihren gastronomischen Kenntnissen ab. Der mündliche Teil der Prüfung befasste sich mit deren Kundenfreundlichkeit.

Das Ministerium für Land, Infrastruktur, Verkehr und Tourismus, das für diese Branche zuständig ist, erklärte, dass sich 761 Personen für den Visum-Test anmeldeten, von denen 391 Bewerber zum eigentlichen Auswahlverfahren eingeladen wurden.

Viele Bewerber waren ausländische Studenten, die bereits einige Zeit in Teilzeit in Japan gearbeitet haben und sich aktuell noch in dem Land aufhalten. Die Prüfungen fanden in den sieben japanischen Städten (Sapporo, Sendai, Tokyo, Nagoya, Osaka, Hiroshima und Fukuoka) statt.

Diejenigen, die ihre Prüfungen am 14. April erfolgreich bestanden, werden voraussichtlich im Sommer dieses Jahres ihre Arbeit in japanischen Hotels und Ryokans aufnahmen.

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Die erste Prüfung im Ausland für die Arbeitsvisa fand am 13. und 14. April in Manila statt. Dabei sollten vor allem Fachkräfte für die Pflege rekrutiert werden. Die japanische Regierung plant in den nächsten fünf Jahren maximal 340.000 ausländische Arbeitnehmer ins Land zu holen. Ab ersten April rekrutiert das Land über die Visa Arbeitskräfte in 14 Branchen, in denen aktuell akuter Personalmangel herrscht.

Ein Visum – Zwei Klassen

Um das Visum zu erhalten, müssen die Bewerber eine fachliche Prüfung und einen japanischen Sprachtest mit dem Niveau N-4 bestehen. Dieser beweist, dass sie im Alltag ein Gespräch in Japanisch führen können. Außerdem überprüft die Einwanderungsbehörde jeden potenziellen neuen Arbeitnehmer.

Das Visum-System besteht aus zwei Kategorien. In der ersten können die Arbeitskräfte bis zu fünf Jahren im Land bleiben, dürfen allerdings ihre Familien nicht mitbringen. Die zweite Kategorie erlaubt Aufenthalte länger als fünf Jahren. Gleichzeitig gilt dieses Visum auch für enge Familienangehörige. Allerdings steht diese Kategorie nur Bau-Leuten und Mitarbeiter im Schiffsbau offen.

AS

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