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Agrarexporte Japans lagen weit unter dem Ziel von 1 Billion Yen

Boykott japanischer Produkte in Südkorea macht sich bemerkbar

Die Agrarexporte Japans sind 2019 gestiegen, allerdings lagen sie weit unter dem Ziel der japanischen Regierung von 1 Billion Yen.

Den vorläufigen Daten nach stiegen die Exporte gegenüber dem Vorjahr um 0,6 Prozent auf 912,1 Milliarden Yen – ein Rekordhoch zum siebten Mal in Folge. Das Wachstum hat sich allerdings deutlich reduziert, da der Boykott japanischer Produkte und die schlechten Jakobsmuschel- und Makrelenfänge sich auf das Wachstum auswirken.

Japans Landwirtschaftsminister will 1 Billionen Yen 2020 erreichen

Japans Premierminister Shinzo Abe hat einen Anstieg der Agrarexporte als Pfeiler seiner Wirtschaftswachstumsstrategie angepriesen, um von der wachsenden Popularität der japanischen Küche im Ausland zu profitieren.

Taku Eto, Japans Landwirtschaftsminister, sagte auf einer Pressekonferenz, er habe den Misserfolg, das Ziel von 1 Billion Yen zu erreichen, ernst genommen und Japan habe das Ziel, die 1 Billion Yen im Jahr 2020 zu erreichen.

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Die Agrarexporte stiegen 2019 um 3,8 Prozent auf 587,7 Milliarden Yen, während die der Fischereierzeugnisse um 5,2 Prozent auf 287,3 Milliarden Yen zurückgingen. Auch stieg der Rindfleischexport um 20,0 Prozent auf 29,6 Milliarden Yen.

Die forstwirtschaftlichen Güter gingen um 1,4 Prozent auf 37,1 Mrd. Yen zurück. Jakobsmuscheln, eine beliebte Zutat in der chinesischen Küche, sanken um 6,3 Prozent auf 44,6 Milliarden Yen, während Makrelen um 22,8 Prozent auf 20,6 Milliarden Yen sanken.

Agrarexporte nach Hongkong weiterhin der größte Anteil am Gesamtergebnis

Hongkong war der größte Abnehmer japanischer Agrarexporte, trotz eines Rückgangs um 3,7 Prozent. Die Lieferungen nach Südkorea gingen aufgrund eines Boykotts japanischer Produkte im Rahmen des Streits über Handelspolitik und Entschädigung für Kriegsarbeit um 21,0 Prozent zurück.

Das Ministerium für Land- und Forstwirtschaft und Fischerei hat für das im April beginnende Geschäftsjahr 1,2 Mrd. Yen für die Schaffung einer neuen Organisation zur Förderung der landwirtschaftlichen Exporte, sowie 3 Mrd. Yen für die Steigerung der Produktion von Wagyu-Rindfleisch vorgesehen.

Die Maßnahmen sollen den einheimischen Landwirten helfen, den verschärften Wettbewerb zu bewältigen, der mit der Unterzeichnung eines am 1. Januar in Kraft getretenen Handelsabkommens mit den Vereinigten Staaten und einem überarbeiteten Freihandelspakt der transpazifischen Partnerschaft mit elf Mitgliedern und einem Handelsabkommen mit der Europäischen Union einherging .

Angesichts der Senkung der Zölle für amerikanisches Fleisch im Rahmen des Handelsabkommens stieg das Volumen der Rindfleischimporte aus den Vereinigten Staaten im Januar gegenüber dem Vorjahr um 22,1 Prozent auf 21.428 Tonnen.

TJT

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