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Geld für Schuldentilgung und Anschaffung neuer Flugzeuge

ANA hofft auf 3,2 Milliarden Dollar zur Bewältigung der Pandemie

ANA Holdings Inc. kündigte am Freitag an, dass sie bis zu 3,2 Milliarden US-Dollar durch die Ausgabe neuer Aktien aufbringen wollen.

Ziel ist es die finanzielle Basis des Unternehmens zu stärken, um die Auswirkungen der Coronavirus-Pandemie zu überstehen und neue Flugzeuge zu kaufen.

Neue Großraumflugzeuge und Schuldentilgung

ANA, die Muttergesellschaft von All Nippon Airways Co., plant, den Erlös aus der Ausgabe von bis zu 140 Millionen Aktien zum Kauf von Großraumflugzeugen des Typs Boeing 787 sowie zur Schuldentilgung zu verwenden.

Mehr zum Thema:  Japan plant kein großes Rettungspaket für die Fluggesellschaft ANA

Der jüngste Fundraising-Plan folgt auf 400 Milliarden Yen, die das Unternehmen bereits durch nachrangige Darlehen von japanischen Großbanken gesichert hat.

Die finanzielle Situation von ANA wird im Vergleich zu seinen ausländischen Konkurrenten als relativ stabil angesehen. Doch die große Fluggesellschaft rechnet für das laufende Geschäftsjahr bis März mit einem Rekord-Netto-Verlust von 510 Milliarden Yen, da die Nachfrage nach Flugreisen aufgrund der Verbreitung des Coronavirus wahrscheinlich weiterhin gedämpft bleiben wird.

Die Kapitaladäquanzquote, ein Gradmesser für die finanzielle Gesundheit des Unternehmens, ging Ende September auf 32,3 Prozent stark zurück gegenüber 41,4 Prozent sechs Monate zuvor, da ANA im ersten Halbjahr einen Nettoverlust von 188,48 Milliarden Yen verzeichnete. Nachrangige Darlehen haben eine geringere Rückzahlungspriorität und Kreditnehmer können einen Teil des Betrags als Kapital zählen.

ANA strukturiert sich um

ANA befindet sich inmitten von Umstrukturierungsbemühungen mit Plänen zur Reduzierung ihrer Flotte – darunter die Boeing 777, die häufig für Langstreckenflüge eingesetzt werden – und zur Senkung der Fixkosten.

Die Pandemie hat auch den ANA-Rivalen Japan Airlines Corp. getroffen, allerdings in geringerem Maße, da die Fluggesellschaft nach ihrem Konkurs im Jahr 2010 umstrukturiert worden war. Dennoch beschafft sich JAL auch bis zu 182,65 Milliarden Yen durch ein Aktienangebot, um die Pandemie zu überdauern und die Kosten für die Erneuerung ihrer Flotte zu decken.

Der weltweite Luftverkehr wird nach einer Schätzung der International Air Transportation Association erst 2024 wieder das Niveau vor der Pandemie erreichen. Die japanische Regierung hat ein Subventionsprogramm aufgelegt, um den Inlandstourismus anzukurbeln, aber ein Wiederaufflammen der Coronavirus-Infektionen hat die Aussichten auf eine starke Erholung des Inlandsflugverkehrs getrübt.

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