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HomeNachrichten aus JapanWirtschaftANA meldet Nettoverlust durch Corona, aber starke Nachfrage nach Frachttransport

Pandemie wirkt sich weiter auf die Geschäftszahlen aus

ANA meldet Nettoverlust durch Corona, aber starke Nachfrage nach Frachttransport

ANA Holdings Inc. meldete am Freitag einen Nettoverlust von 51,16 Milliarden Yen (ca. 392 Millionen Euro) für das Quartal April bis Juni.

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Grund dafür ist die Pandemie, die weiterhin stark die Nachfrage nach Reisen drückt. Allerdings stieg die Nachfrage nach Frachttransport beim Unternehmen deutlich an.

ANA konnte seinen Nettoverlust halbieren

ANA Holdings Inc., die Muttergesellschaft von All Nippon Airways, konnte ihren Nettoverlust im ersten Quartal des Geschäftsjahres 2021 gegenüber einem Rekord-Nettoverlust von 108,82 Milliarden Yen (ca. 834.5 Millionen Euro) im Vorjahr fast halbieren.

Der Betriebsverlust belief sich auf 64,61 Milliarden Yen (ca. 495,4 Millionen Euro) und verringerte sich damit gegenüber dem Vorjahresverlust von 159,07 Milliarden Yen (ca. 1,2 Milliarden Euro), während der Umsatz gegenüber dem Vorjahr um 63,6 Prozent auf 198,91 Milliarden Yen (ca. 1,5 Milliarden Euro) anstieg.

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Das Unternehmen hält daher an seiner Gewinnprognose für das laufende Geschäftsjahr fest und erwartet weiterhin einen Nettogewinn von 3,5 Milliarden Yen (ca. 26 Millionen Euro).

Anstieg im Vergleich zum Vorjahr

Die Nachfrage nach Flugreisen liegt nach wie vor unter dem Niveau vor der Pandemie, hat sich aber dank der Einführung sogenannter „Impfpässe“ in Japan für internationale Reisende wieder erholt.

Trotz der Reisebeschränkungen verzeichnete ANA im Vergleich zum Vorjahr einen Anstieg der internationalen Passagiere um 43,4 Prozent auf 131.361, was zum Teil auf die Nachfrage nach Anschlussflügen von Asien in die Vereinigten Staaten zurückzuführen ist. Der Ausnahmezustand des Landes wirkt sich stark auf die Nachfrage nach Inlandsreisen aus, dennoch stieg die Zahl der Inlandspassagiere um das 2,5-fache auf 3,2 Millionen.

Erholung könnte dauern

Da durch die Pandemie Geschäftsreisen gestrichen oder verschoben wurden, ist die Nachfrage nach internationalen Flügen zurückgegangen und wird sich voraussichtlich langsamer erholen als der Inlandsverkehr. Auch die Aussichten für Inlandsreisen sind vor den Sommerferien in Japan Mitte August nicht sehr gut, da Präfekturen wie Osaka, die von einem Anstieg der Neuinfektionen betroffen sind, erneut unter Ausnahmezustand gestellt wurden.

Die Olympischen Spiele in Tokyo sind für die Fluggesellschaften enttäuschend, da ausländische Zuschauer ebenso wie einheimische Fans an den meisten Austragungsorten der Wettkämpfe nicht zugelassen sind.

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