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HomeNachrichten aus JapanWirtschaftANA will 9.000 Stellen abbauen

Kosteneinsparung nach erneutem Nettoverlust

ANA will 9.000 Stellen abbauen

ANA kündigte am Freitag an, dass das Unternehmen innerhalb von fünf Jahren rund 9.000 Stellen abbauen wird, da im zweiten Jahr in Folge durch die Pandemie ein Nettoverlust eingefahren wurde.

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Um die Fixkosten zu senken, wird die Muttergesellschaft von All Nippon Airways Co. die Zahl der Mitarbeiter, vorwiegend in Japan, im Geschäftsjahr 2025 auf rund 29.000 reduzieren, was einem Rückgang von 20 Prozent gegenüber dem Geschäftsjahr 2020 entspricht.

Abbau der Stellen soll sozial verträglich verlaufen

Der Abbau der Stellen soll durch Pensionierungen und die Einschränkung von Neueinstellungen erreicht werden.

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Da die Reisenachfrage sich nicht so schnell erholt hat, wie erwartet, ist ANA dazu gezwungen, seine Gewinnprognosen für das Gesamtjahr von einem Nettogewinn von 3,5 Milliarden Yen (ca. 26 Millionen Euro) nach unten zu korrigieren.

Trotz der schleppenden Erholung profitierte ANA weiterhin von der starken Frachtnachfrage, da die Verschiffung von Halbleitern und Autoteilen zunahm. Der Umsatz im internationalen Frachtbereich erreichte ein Rekordhoch von 138,3 Milliarden Yen (ca. 1 Milliarde Euro).

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Bei den Inlandsflügen verläuft die Erholung schneller, da die grenzüberschreitenden Reisebeschränkungen weiterhin bestehen.

Die Nachfrage nach Inlandsflügen wurde durch den Ausnahmezustand beeinträchtigt, der für Tokyo, Osaka und andere Gebiete während der sonst so geschäftigen Sommerferienzeit galt.

Olympischen Spiele ein Flop für die Airline

Die Olympischen Spiele und die Paralympics in Tokyo waren eine Enttäuschung für die Fluggesellschaften, die mit einem Anstieg der Reisenachfrage gerechnet hatten, nachdem ausländische Zuschauer ausgeschlossen wurden und die Sommerspiele größtenteils nur im Fernsehen übertragen wurden.

ANA geht davon aus, dass die Nachfrage nach Inlandsflügen im laufenden Quartal bis Dezember wieder 50 Prozent des Niveaus vor der Pandemie erreichen wird und Ende März 85 Prozent.

Die entsprechende Zahl für internationale Flüge beträgt nur 7 Prozent im laufenden Quartal und 30 Prozent Ende März.

Die Fluggesellschaften waren gezwungen, Barmittel zu verbrauchen, da die Luftfahrtindustrie von den Reisebeschränkungen hart getroffen wurde. ANA hat sich bemüht, die Krise zu überstehen, indem sie Flüge gestrichen und ihre Flotte verkleinert hat, während sie sich die notwendigen Mittel über nachrangige Darlehen von japanischen Großbanken gesichert hat.

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