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Anime-Studio Madhouse setzt weiter auf Ausbeutung seiner Angestellten

Mitarbeiter klagen weiter über viele unbezahlte Überstunden

Im April sorgte das Anime-Studio Madhouse mal wieder für Furore, als ein Mitarbeiter mit einem Journalisten über die Überstunden sprach.

Der Mitarbeiter wollte für mehrere hundert Überstunden bezahlt werden. Als Madhouse darauf nicht reagierte, erzählte der Mitarbeiter unter anderem, dass er manchmal auf 393 Stunden Arbeitszeit im Monat kommt.

Madhouse hat Praxis bisher nicht geändert

Fans reagierten dementsprechend und forderten Madhouse auf, zu handeln. Allerdings scheint alles beim Alten geblieben zu sein und die Ausbeute bei Madhouse geht weiter.

Laut der freiberuflichen Animatorin Mizue Ogawa haben sich diese Praxis beim Studio in den letzten Monaten nicht geändert.

Bei Twitter schrieb sie: „Ich erhielt von einem Produktionsassistenten aus einem bestimmten M-Studio die Nachricht, dass er um Mitternacht noch arbeitet. Als ich ihn fragte, ob es keine Reform der Arbeitsbedingungen geben sollte, sagte er, dass es sich bei dem fraglichen Fall lediglich um die Behauptungen eines ehemaligen Produktionsassistenten handelte und fügte hinzu, dass die Angelegenheit noch mitten in den Verhandlungen stecke. Mit anderen Worten: es hat sich überhaupt nichts geändert.“

Am 5. April trat ein Madhouse-Produktionsassistent einer Gewerkschaft bei und begann damit, Tarifverhandlungen durchzusetzen. Der anonyme Assistent fordert eine Entschädigung für unbezahlte Überstunden sowie eine Entschuldigung für die verschiedenen Formen des Mobbings durch Vorgesetzte.

Anime-Studios fallen immer wieder durch schlechte Arbeitsbedingungen auf

In der Vergangenheit sind bereits einige Anime-Studios durch öffentliche Beschwerden von Mitarbeitern aufgefallen. Zwei der größten Kritikpunkte sind die lange Arbeitszeit und der geringe Lohn. Gerade junge Mitarbeiter in der Anime-Industrie leiden unter der schlechten Bezahlung.

Einer Umfrage zur Folge machen 72 Prozent aller Angestellten in der Anime-Industrie regelmäßig Überstunden, die meisten davon unbezahlt.

Außerdem ist auch der Umgangston schlecht. 76 Prozent gaben an, dass sie von ihrem Vorgesetzten bei der Arbeit bereits belästigt worden.

Der Verein Animator Supporters versucht Animatoren zu helfen, da diese oft so wenig verdienen, dass sie sich nicht mal eine Wohnung leisten können.

Erfahrungen decken sich mit anderen Branchen

Eigentlich sollte eine Reform der Arbeitsbedingungen dafür sorgen, dass japanische Arbeitnehmer weniger Überstunden machen. Allerdings hat sich für zirka 80 Prozent der Arbeitnehmer seit der Reform nichts geändert.

Laut der Reform dürfen die jährlichen Überstunden nicht mehr als 720 betragen, monatlich dürfen maximal 100 Überstunden angesammelt werden. Außerdem ist die ungerechte Behandlung von nicht regulären Arbeitnehmern verboten und es gilt gleiches Entgelt für die gleiche Arbeit.

Zwar wurden Strafen für Unternehmen in der Reform festgelegt, diese wurden allerdings bisher noch nicht verhängt.

Quelle: Otakomu

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