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HomeNachrichten aus JapanWirtschaftAnstieg der Infektionen trifft die japanische Reisebranche hart

Immer mehr Betreiber denken über das Aufhören nach

Anstieg der Infektionen trifft die japanische Reisebranche hart

JIJI: Der drastische Anstieg der Infektionen in ganz Japan trifft die Reisebranche, die eigentlich auf die Sommerferien gehofft hatte, hart.

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Durch die Entscheidung, vier Präfekturen ab Montag unter den Ausnahmezustand zu stellen, ist auch die letzte Hoffnung, auf ein einigermaßen gutes Geschäft während der Ferienzeit, verpufft. Zwar versucht man mit speziellen Angeboten für Geimpfte Gäste anzulocken, aber das ist angesichts der Delta-Variante nicht sehr erfolgreich.

Hotels melden minimale Zimmerauslastung

„Normalerweise sind unsere Zimmer im August voll belegt, aber in diesem Jahr lag die Buchungsrate für den August unter 50 Prozent“, so ein Mitarbeiter eines Hotels in Kyoto. „Dieser Sommer könnte so enden.“

In einem Souvenirladen in Kyoto hat sich der Umsatz gegenüber dem Vorjahr fast halbiert. „Wir haben keine Erwartungen an die Sommerferien, da die Zahl der neuen COVID-19-Fälle rapide angestiegen ist“, sagte Moe Yamauchi, Leiter des Geschäfts.

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Der Anstieg der Infektionen bereitet auch großen Reiseveranstaltern Probleme. JTB teilte kürzlich mit, dass die Zahl der Japaner, die in diesem Sommer ins Ausland verreisen, gegenüber dem Vorjahr um 5,3 Prozent ansteigen wird. Allerdings ist in dieser Prognose noch nicht der starke Anstieg der Neuinfektionen eingerechnet.

„Wir können nicht mehr davon ausgehen, dass die Zahl der Reisenden wie prognostiziert steigen wird“, heißt es aus der Tourismusbranche. „Die Situation ist so ernst, dass ich nicht weiß, was ich sagen soll“, erklärte Hideyuki Sato, ein Mitarbeiter der Japan Ryokan and Hotel Association.

Anstieg der Infektionen könnte viele Betreiber zum Aufgeben zwingen

Einige Betreiber von Hotels und Ryokan-Gasthöfen im japanischen Stil erwägen laut Sato die Schließung ihrer Betriebe. In der Hoffnung, dass die Fortschritte bei den Corona-Impfungen zu einer Erholung der Reisenachfrage führen werden, plant der Verband, angeschlagene Mitgliedshotels und Ryokan finanziell zu unterstützen, damit sie ihren Betrieb weiterführen können.

Auch die Transportunternehmen haben es angesichts der Pandemie schwer. Viele große Unternehmen wie die East Japan Railway Co. oder JR East und die Fluggesellschaft ANA Holdings Inc. haben für April und Juni konsolidierte Nettoverluste gemeldet.

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