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HomeNachrichten aus JapanWirtschaftArbeitslosenquote in Japan erreicht Fünf-Monats-Hoch

Ausnahmezustand sorgt für erneuten Anstieg

Arbeitslosenquote in Japan erreicht Fünf-Monats-Hoch

Japans Arbeitslosenquote stieg im Mai auf 3,0 und erreichte damit den höchsten Stand seit fünf Monaten.

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Laut offiziellen Zahlen der japanischen Regierung liegt der Grund insbesondere im Ausnahmezustand, der im Mai in einigen Präfekturen galt.

Ausnahmezustand sorgte für einen Anstieg der Arbeitslosenquote

Die Aufforderung an die Bevölkerung, zu Hause zu bleiben und Restaurants und Bars, die Alkohol ausschenken, vorübergehend zu schließen, sowie für andere Einrichtungen, wie Kaufhäuser, die Öffnungszeiten zu kürzen, haben dem Arbeitsmarkt in Japan einen Schlag versetzt.

Die saisonal bereinigte Arbeitslosenquote stieg von 2,8 Prozent im April zum zweiten Mal in Folge an, so das Ministerium für innere Angelegenheiten und Kommunikation. Die Quote war in der oberen Hälfte des 2 Prozent-Bereichs geblieben, seit sie im Dezember 3,0 Prozent erreicht hatte.

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Die aktuellen Daten zeigten, dass die Zahl der Erwerbstätigen im Vergleich zum Vormonat um 130.000 auf 66,45 Millionen in Japan gesunken ist, und damit den dritten Monat in Folge rückläufig war.

Zahl der Arbeitslosen leicht gestiegen

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Die Zahl der Arbeitslosen stieg im Vergleich zum April um 100.000 auf 2,04 Millionen. Darunter waren 810.000 Menschen, die ihren Arbeitsplatz freiwillig verließen (+70.000), 630.000, die entlassen wurden (+30.000), und 480.000, die neu auf Arbeitssuche waren (-10.000).

Die geschlechtsspezifische Diskrepanz bei der Arbeitslosenquote verringerte sich, da die Quote für Männer unverändert bei 3,2 Prozent lag, während die für Frauen im Mai um 0,4 Prozentpunkte auf 2,7 Prozent anstieg.

Daten des Ministeriums für Gesundheit, Arbeit und Soziales zeigen, dass das Verhältnis der verfügbaren Stellen im Mai bei 1,09 lag, unverändert gegenüber dem Vormonat. Das bedeutet, dass es für 100 Bewerber 109 offene Stellen gab.

Japans Wirtschaft schrumpfte im Zeitraum von Januar bis März um annualisierte 3,9 Prozent gegenüber dem Vorquartal aufgrund des in diesem Zeitraum geltenden Ausnahmezustands. Viele Analysten sagen, dass das Land mit dem Risiko eines negativen Wachstums im nächsten Quartal konfrontiert ist.

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