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Leichte Erholung

Arbeitslosenquote in Japan im Juni gesunken

Japans Arbeitslosenquote ist im Juni auf 2,9 Prozent gesunken. Laut der japanischen Regierung liegt dies an der höheren Einstellungsquote in Restaurants und im Einzelhandel.

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Die saisonbereinigte Arbeitslosenquote sank von 3,0 Prozent im Mai und verbesserte sich damit zum ersten Mal seit März, so Daten des Ministeriums für innere Angelegenheiten und Kommunikation.

Anstieg der Infektionen wird sich auf die Arbeitslosenquote auswirken

Die Quote für die Verfügbarkeit von Arbeitsplätzen stieg von 1,09 im Vormonat auf 1,13, teilte das Ministerium für Gesundheit, Arbeit und Soziales mit. Der Wert von 1,13 bedeutet, dass auf 100 Arbeitssuchende 113 offene Stellen kommen.

Ende Juni hob Japan in neun Präfekturen – darunter Tokyo – den dritten Ausnahmezustand auf, der Bars und Restaurants dazu aufforderte, ihren Betrieb einzustellen, andere Einrichtungen vorzeitig zu schließen und die Öffentlichkeit bat, von unnötigen Ausflügen abzusehen. Nur die Präfektur Okinawa blieb unter dieser Maßnahme.

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Japans Hauptstadt wurde jedoch Mitte Juli aufgrund des Anstiegs der Infektionen erneut unter den Ausnahmezustand gestellt, später wurde die Maßnahme auf vier weitere Präfekturen ausgedehnt. Dies wird sich unweigerlich auf die Arbeitslosenquote auswirken.

Betrachtet man die nicht um saisonale Faktoren bereinigten Zahlen für den Berichtsmonat, so stieg die Gesamtzahl der Arbeitslosen im Vergleich zum Vorjahr um 110.000 auf 2,06 Millionen, aber auch die Zahl der Erwerbstätigen stieg um 220.000 auf 66,92 Millionen, so das Ministerium.

Hotel- und Gaststättengewerbe stellt wieder ein

Aufgeschlüsselt nach Branchen verzeichnete das Hotel- und Gaststättengewerbe, das stark von der Pandemie getroffen wurde, den ersten Anstieg bei der Zahl der Beschäftigten seit 18 Monaten. Die Zahl stieg um 130.000 auf 3,82 Millionen im Vergleich zum Vorjahr. Der Groß- und Einzelhandel verzeichnete gegenüber dem Vorjahr einen Anstieg um 490.000 auf 10,71 Millionen und damit den größten Zuwachs an Arbeitsplätzen unter allen Branchen.

770.000 Menschen kündigten freiwillig ihren Arbeitsplatz, was einen Anstieg von 50.000 entspricht, während 530.000 Menschen eine neue Stelle suchten, was einem Anstieg von 30.000 entspricht. Die Zahl der Entlassenen sank um 10.000 auf 600.000 und damit zum ersten Mal seit 17 Monaten. Ein Sprecher des Ministeriums sagte, diese Entwicklung könne als Wendepunkt betrachtet werden, ebenso wie die Zunahme der Beschäftigten in Hotels und Gaststätten.

Im Vergleich zu den Zahlen vor der Pandemie sei die Zahl der Beschäftigten jedoch immer noch niedrig und liege um 550.000 unter den 67,47 Millionen im Juni 2019, so der Sprecher.

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