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Arbeitskräftemangel hält in Japan an

Arbeitslosenquote in Japan lag im Dezember weiterhin bei 2,2 Prozent

Die Arbeitslosenquote in Japan blieb im Dezember mit 2,2 Prozent unverändert gegenüber dem Vormonat. Die Zahlen spiegeln weiterhin den anhaltenden Arbeitskräftemangel aufgrund der alternden Bevölkerung in Japan wider.

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Nach Angaben des Ministeriums für innere Angelegenheiten und Kommunikation lag die Zahl der Arbeitslosen im Berichtsmonat bei 1,45 Millionen Menschen, was einem Rückgang von 140.000 gegenüber dem Vorjahr entspricht.

Zahl der Erwerbstätigen stieg zum 84. Mal in Folge

620.000 davon kündigten ihre Arbeit – 110.000 weniger als im Vorjahr. 370.000 Menschen suchten nach einer neuen Arbeitsstelle, was 10.000 mehr zum Vorjahr entspricht. Weitere 200.000 wurden entlassen, was keine Veränderung zum Vorjahr darstellt.

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Die Zahl der Erwerbstätigen stieg zum 84. Mal in Folge gegenüber dem Vorjahr um 810.000 auf 67,37 Millionen im Dezember. Davon waren 30 Millionen Frauen, ein Plus von 660.000 gegenüber dem Vorjahr. 9,02 Millionen waren 65 Jahre oder älter – ein Plus von 470.000.

Ein Mitarbeiter des Ministeriums sagte, dass sich die Beschäftigungssituation weiter verbessert, da mehr Frauen und Menschen in den 60ern oder älter Arbeit finden.

Arbeitslosenquote zeigt, dass immer mehr Frauen eingestellt werden

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Koichi Fujishiro, leitender Ökonom am Dai-ichi Life Research Institute, sagte, der Rückgang der Zahl der Arbeitslosen deute darauf hin, dass sich der strukturelle Trend der Arbeitskräftekrise in Japan nicht so schnell umkehren werde. Aus weiteren Daten des Ministeriums für Gesundheit, Arbeit und Soziales geht hervor, dass die Verfügbarkeit von Arbeitsplätzen im Dezember unverändert seit September bei 1,57 liegt. Das Verhältnis zeigt, dass es 157 offene Stellen für jeweils 100 Arbeitsuchende gab.

Der Anteil der Bevölkerung im erwerbsfähigen Alter zwischen 15 und 64 Jahren mit Arbeitsplätzen stieg gegenüber dem Vorjahr um 0,9 Prozentpunkte auf 77,9 Prozent. Die Quote der berufstätigen Frauen in dieser Altersgruppe stieg um 1,7 Prozentpunkte auf 71,3 Prozent, die der Männer um 0,1 Prozentpunkte auf 84,4 Prozent.

Die jährliche durchschnittliche Arbeitslosenquote für das Jahr 2019 betrug 2,4 Prozent und lag damit unverändert zum Jahr 2018 auf dem niedrigsten Stand seit 1992.

TJT

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