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Arbeitslosenquote in Japan stieg im Mai auf ein Dreijahreshoch

Laut aktuellen Regierungsdaten ist die Arbeitslosenquote in Japan im Mai auf ein neues Dreijahreshoch geklettert.

Im Mai stieg die Arbeitslosenquote auf 2,9 Prozent, 0,3 Prozent mehr als im April und damit zum fünften Mal in Folge.

Verfügbarkeit von Arbeitsplätzen sehr stark gesunken

Auch die Verfügbarkeit von Arbeitsplätzen ist gesunken, im Mai so stark wie seit über 46 Jahren nicht mehr.

Das Verhältnis von Arbeitsplätzen zu Bewerbern verschlechterte sich von 1,32 im April auf 1,20. Dies ist der stärkste Rückgang innerhalb eines Monats, seit dem Rekordrückgang von 0,20 Punkten im Januar 1974, als die japanische Wirtschaft nach der globalen Ölkrise in eine Abschwungphase eintrat.

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Mit 120 offenen Stellen pro 100 Arbeitssuchenden sank die Verfügbarkeitsrate in Japan im fünften Monat in Folge auf den niedrigsten Stand seit Juli 2015, teilte das Arbeitsministerium mit.

Im Berichtsmonat fiel die Arbeitsverfügbarkeitsrate in der Präfektur Okinawa auf 0,78. Die Verfügbarkeit für sechs weitere der 47 Präfekturen des Landes sank unter die Schwelle von 1, so das Arbeitsministerium.

Die Zahl der neuen Stellenangebote ging gegenüber dem Vorjahr um 32,1 Prozent zurück, wobei die Angebote aus den Branchen Beherbergungs- und Gaststättengewerbe um 55,9 Prozent und die Angebote von Unternehmen in der im Lifestyle- und Unterhaltungsbranche, einschließlich Reisebüros, um 44,2 Prozent sanken.

Die saisonbereinigte Zahl der Arbeitslosen stieg seit April um 190.000 auf 1,97 Millionen. Davon verließen 740.000 freiwillig ihren Arbeitsplatz, 40.000 mehr als im Vormonat, während 520.000 neue Arbeitssuchende waren, ein Anstieg um 20.000, und weitere 520.000 entlassen wurden, ein Anstieg um 70.000.

Die Zahl der Nichterwerbstätigen lag mit 42,21 Millionen um 370.000 höher als im Vorjahr, nachdem sie im April um 580.000 gestiegen war.

Ausnahmezustand ließ die Arbeitslosenquote steigen

Die Daten zeigen, dass sich das Tempo der Verschlechterung des Arbeitsmarktes aufgrund des Ausnahmezustands der Regierung als Reaktion auf das Virus beschleunigt hat. Der Ausnahmezustand wurde Ende Mai vollständig aufgehoben.

Während des Ausnahmezustands forderte die japanische Regierung Unternehmen dazu auf, den Betrieb einzustellen. Menschen wurden aufgefordert, keine unnötigen Reisen zu unternehmen. Die Wirtschaft des Landes wurde durch diese Maßnahmen stark belastet.

Takuya Hoshino, Wirtschaftswissenschaftler am Dai-ichi Life Research Institute, sagte, dass viele Menschen, die ihren Arbeitsplatz verloren hatten, im Mai die Arbeitssuche wieder aufgenommen hatten, offenbar nach dem Ende des Ausnahmezustands.

Während die Verschlechterung der Verfügbarkeit von Arbeitsplätzen und der Arbeitslosenquote innerhalb der Erwartungen lag, sagte Hoshino, dass die Zahl der vorübergehend beurlaubten Arbeitnehmer unerwartet hoch sei, was er als großes Problem bezeichnete.

„Einige der beurlaubten Arbeitnehmer werden nach einem neuen Arbeitsplatz umschauen und als arbeitslos gelten“, sagte er. „Die Zahl dieser Menschen wird höchstwahrscheinlich weiter zunehmen, sodass die Arbeitslosenquote die anhaltend schwere Beschäftigungssituation noch nicht richtig widerspiegelt.“

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