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HomeNachrichten aus JapanWirtschaftArbeitsmarkt in Japan spürt Auswirkungen des Ausnahmezustands

Arbeitslosenquote stagniert

Arbeitsmarkt in Japan spürt Auswirkungen des Ausnahmezustands

Der Ausnahmezustand hat sich im August auf den japanischen Arbeitsmarkt ersichtlich gemacht. Laut Daten der Regierung ist die Verfügbarkeit von Arbeitsplätzen zum ersten Mal seit vier Monaten rückläufig.

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Nach Angaben des Ministeriums für Gesundheit, Arbeit und Soziales sank das Verhältnis von offenen Arbeitsplätzen zu Bewerbung sank von 1,15 auf 1,14, was bedeutet, dass auf 114 offene Stellen 100 Arbeitssuchende kommen.

Zahl der Erwerbstätigen sinkt

Auch die Arbeitslosenquote spiegelt die Auswirkungen des Ausnahmezustands auf den japanischen Arbeitsmarkt wider. Laut Daten des Ministeriums für Innere Angelegenheiten und Kommunikation ist die Arbeitslosenquote im August bei 2,8 Prozent unverändert gegenüber Juli.

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Die Zahl der Arbeitslosen stieg allerdings im August um 10.000 auf 1,91 Millionen Menschen an und damit zum ersten Mal in den letzten drei Monaten. Gleichzeitig sank die Zahl der Erwerbstätigen in Japan um 320.000 auf 66,67 Millionen.

Insbesondere im Beherbergungs- und Gaststättengewerbe sank die Zahl der Mitarbeitet um 6,4 Prozent. Im Gesundheits- und Sozialwesen stiegen Zahl um 3,5 Prozent auf 8,91 Millionen Beschäftige an.

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Im Vergleich zum Vorjahr sank die Zahl der Arbeitslosen um 130.000 auf 1,93 Millionen, was den zweiten monatlichen Rückgang in Folge bedeutet

Der Ausnahmezustand galt den gesamten August in Tokyo und in der Inselpräfektur Okinawa, wo die Maßnahme Mitte Juli verhängt wurde.

Der Notstand wurde in Japan wiederholt ausgeweitet und galt Ende August in 21 Präfekturen, da die Delta-Variante des Coronavirus die Infektionszahlen schnell anstiegen ließ.

Durch die Maßnahme wurde der Konsum stark gedämpft, was die Wirtschaft unter noch stärkeren Druck setzte. Menschen wurden angehalten, von nicht notwendigen Reisen abzusehen und Restaurants sowie Bars sollten keinen Alkohol ausschenken und um 20 Uhr schließen.

Arbeitsmarkt wird sich erholen, wenn es keine neue Infektionswelle gibt

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Mittlerweile wurde der Ausnahmezustand landesweit aufgehoben, da die Infektionszahlen zurückgehen und mittlerweile fast 60 Prozent der Bevölkerung in Japan geimpft wurden.

Analysten gegen davon aus, dass wenn Japan keine sechste Welle erleben wird, sich der Arbeitsmarkt schnell erholen wird, wenn sich die Erwartungen auf einen wirtschaftlichen Aufschwung, durch steigenden Konsum, erfüllen.

Gesundheitsexperten rechnen allerdings damit, dass die Zahl in den kalten Monaten schnell wieder ansteigen wird, auch die japanische Regierung bereitet sich auf eine sechste Infektionswelle vor.

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