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Deutlich mehr Touristen in Japan

Aufschwung in Japans Tourismusbranche hält an

Die Tourismusbranche in Japan hat in den vergangenen Monaten einen Aufschwung erlebt, da viele Touristen wieder zu den Hotspots im Land reisen. Damit hat sich die Stimmung mittlerweile gewandelt, im Oktober blieb die Branche noch vorsichtig.

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Seitdem das Land im September begann, die Einreisebeschränkungen aufzuheben, und im Oktober die Beschränkungen für Touristen fast komplett abgeschafft hat, sind die Buchungszahlen für Hotels und Flüge sprunghaft angestiegen. Befeuert wurde dieser Anstieg durch eine neue Reisesubvention, die den Inlandstourismus fördern soll.

Tourismusbranche verzeichnet steigende Nachfrage

Trotz der Sorge vor einer achten Infektionswelle und des Arbeitskräftemangels in der Tourismusindustrie ist man in der Branche weiterhin sehr optimistisch.

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Diesen Optimismus sah man auch auf einer Pressekonferenz von Seibu Holding, einer der größeren Unternehmen in der Branche. Auf der Pressekonferenz wurden sehr positive Finanzergebnisse bekannt gegeben. Das Unternehmen teilte mit, dass bis zum 6. November die Reservierungen für Zimmer im Dezember landesweit um 11 Prozent gegenüber 2019 gestiegen sind.

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Insbesondere Touristen aus den USA, Singapur und Australien buchen seit Ende September wieder deutlich mehr.

KNT-CT, der Mutterkonzern des Reisebüros Kinki Nippon Tourist, meldete, dass der Verkauf von Reisen mittlerweile um das 1,8-fache gestiegen ist. Als Grund nannte KNT-CT das Reisesubventionsprogramm der Regierung.

Die Zahl der Buchungen erreichte am 23. Oktober 80 Prozent des Niveaus von vor der Pandemie.

Bei ANA und JAL stiegen die Buchungen für Flüge nach Japan mittlerweile um das Drei- bis Fünffache, nachdem am 22. September die Lockerungen der Einreisebeschränkungen angekündigt wurden. Auch die Nachfrage im Inland erholt sich mittlerweile wieder. ANA gab bekannt, dass man nach drei Jahren wieder in der Gewinnzone ist.

Wenn die Passagierzahlen weiterhin so rasant ansteigen, werden die internationalen Flugbuchungen bis Ende des Geschäftsjahres 2022 wieder 60 Prozent des Niveaus vor der Pandemie erreichen. Die Inlandsnachfrage dürfte dann fast so hoch sein wie vor der Pandemie.

Optimismus auch im Einzelhandel

Doch nicht nur in der Tourismusbranche ist der Optimismus groß, auch der Einzelhandel bereitet sich darauf vor, wieder mehr Kunden aus dem Ausland zu empfangen.

Das Kaufhaus Matsuya Ginza meldete einen 17-fachen Anstieg der Duty-Free-Verkäufe seit dem 11. Oktober im Vergleich zum selben Zeitraum im Jahr 2021. Vom 1. bis 9. November lag der Umsatz bei 95 Prozent des Niveaus vor der Pandemie im Jahr 2019.

Zehn automatische Übersetzungsgeräte wurden an den Duty-Free-Schaltern und in den Verkaufsecken des Ladens aufgestellt, um Kunden aus verschiedenen Ländern willkommen zu heißen.

Auch ein muslimischer Gebetsraum, der während der Pandemie vorübergehend geschlossen war, ist mittlerweile wieder eröffnet worden.

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