Anzeige
HomeNachrichten aus JapanWirtschaftBäckereien in Japan kämpfen mit steigenden Kosten

Rohstoffkosten setzten Backstuben unter Druck

Bäckereien in Japan kämpfen mit steigenden Kosten

Immer mehr Bäckereien in Japan haben mit den steigenden Kosten für benötigte Rohstoffe zu kämpfen. Viele haben das Problem, dass sie die steigenden Kosten nicht an ihre Kunden weitergeben können, da sie befürchten, dass Kunden wegbleiben.

Anzeige

Mittlerweile sehen sich allerdings viele Unternehmen nicht mehr dazu imstande, den Preisanstieg abzufedern und überlegen, welchen Spielraum sie bei den Preisen haben, ohne die Kunden abzuschrecken.

Bäckereien versuchen Preise stabil zu halten

Japans Verbraucherpreisindex ist im Mai um 2,1 Prozent gestiegen und die Befürchtung ist groß, dass er weiter steigen wird, da immer mehr Unternehmen Preiserhöhungen ankündigen.

LESEN SIE AUCH:  Lebensmittelpreise in Japan steigen schneller an

Preiserhöhungen sind in Japan verpönt und Kunden reagieren schnell negativ auf eine Preisanpassung. Bei einer Bäckerei im Tokyoker Stadtteil Arakawa kostet eine Scheibe Brot zum Beispiel seit mehr als 30 Jahren 160 Yen (ca. 84 Cent).

Selbst als der Verbrauchssteuersatz (vergleichbar mit unserer Mehrwertsteuer) erhöht wurde, hat die Bäckerei den Preis gehalten.

Anzeige

Der Inhaber der Backstube kämpft nun aber mit deutlich höheren Einkaufspreisen. Allein der Preis für Weizen ist im März um fast20 Prozent in Japan gestiegen, auch der Preis von Speiseöl ist stark angestiegen.

Um den Anstieg abzufedern, müsste das Unternehmen 50 bis 80 Cent auf seine Preise draufschlagen, allerdings wurde sich das Brot dann nicht mehr verkaufen.

Kundenschwund bei Preisanpassungen

Einige Backstuben haben mittlerweile die Preise erhöht, da sie dem Druck nicht mehr standhalten können. Allerdings verzeichnen viele dieser Bäckereien, dass einige Kunden wegbleiben, da sie nicht bereit sind, die höheren Preise zu zahlen.

Das Wachstum des Verbraucherpreisindexes ist moderat im Vergleich zu dem des Preisindexes für Unternehmensgüter (CGPI), der im Mai um 9,1 Prozent gegenüber dem gleichen Monat des Jahres 2021 gestiegen ist.

Ein Hauptgrund für den bescheidenen Anstieg des Verbraucherpreisindex ist, dass die Ladenbetreiber im Großen und Ganzen starke Kostensteigerungen auffangen, um ihren Kundenstamm zu halten, so das Marktforschungsunternehmen Teikoku Databank.

Anzeige
Anzeige