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HomeNachrichten aus JapanWirtschaftBank of Japan hält an ihrer lockeren Zinspolitik weiter fest

Positivere Einschätzung der Wirtschaftslage

Bank of Japan hält an ihrer lockeren Zinspolitik weiter fest

Die Bank of Japan hat am Donnerstag angekündigt, dass sie ihre lockere Zinspolitik beibehalten wird, um die wirtschaftliche Erholung des Landes zu unterstützen. Damit riskiert sie jedoch eine weitere Schwächung des Yen.

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Im vierteljährlichen Prognosebericht hob die BOJ ihre Prognose für die Kerninflation der Verbraucher im Jahr 2022 auf 2,3 Prozent an. Die japanische Zentralbank hat ein Inflationsziel von 2 Prozent.

Viele Faktoren belasten die japanische Wirtschaft

„Die Aufwärtskorrektur spiegelt die höheren Energie- und Rohstoffkosten wider, die auf die russische Invasion in der Ukraine zurückgeführt werden, sowie die Auswirkungen eines schwachen Yen, der die Importpreise in die Höhe treibt. Die Risiken für die Preise seien vorerst nach oben gerichtet, danach aber im Allgemeinen ausgeglichen“, heißt es von der Bank of Japan.

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Die russische Invasion der Ukraine, Versorgungsprobleme durch die chinesische Politik und Rezessionsängste belasten die japanische Wirtschaft.

Laut der Bank of Japan wird für die drittgrößte Volkswirtschaft der Welt im Moment ein Wachstum des realen Bruttoinlandsprodukts von 2,4 Prozent für das aktuelle Geschäftsjahr vorausgesagt. Im April hieß es noch 2,9 Prozent.

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Die japanische Zentralbank hält an ihrem Programm zur Steuerung der Zinskurve fest und legte den kurzfristigen Zinssatz auf minus 0,1 Prozent fest.

Damit steht die BJO allerdings allein, andere große Zentralbanken haben bereits reagiert. So kündigte die EZB die erste Zinserhöhung seit 11 Jahren an und auch die FED wird in der nächsten Woche die Zinsen weiter erhöhen.

Nachdem der Yen Anfang des Monats einen 24-Jahres-Tiefstand gegenüber dem Dollar erreicht hatte, erklärte die BOJ am Donnerstag, dass sie den Entwicklungen auf den Finanz- und Devisenmärkten und deren Auswirkungen auf die Wirtschaft gebührende Aufmerksamkeit schenken müsse. Unmittelbar nach der Entscheidung wurde der Dollar im unteren Bereich von 138 Yen gehandelt.

Bank of Japan schätzt Entwicklung der Wirtschaft etwas positiver ein

Die BOJ verwies auf die extreme Unsicherheit über die japanische Wirtschaft, gab jedoch eine positivere Einschätzung als bei der letzten Sitzung im vergangenen Monat.

„Die Wirtschaft hat sich mit dem Nachlassen der Auswirkungen der Pandemie erholt, obwohl sie durch Faktoren wie den Anstieg der Rohstoffpreise beeinträchtigt wird“, so die Zentralbank.

Die Inflationsrate in Japan lag in den letzten Monaten über dem von der BOJ angestrebten Ziel von 2 Prozent, wenngleich der Anstieg weitaus langsamer als in den USA und der EU verlief. Die Zentralbank verfolgt das Ziel, einen stabilen Anstieg der Kerninflationsrate von über 2 Prozent zu erreichen.

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