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Gefährlicher Kurs

Bank of Japan hält an ihrer Zinspolitik fest

Die Bank of Japan (BOJ) hält auch weiterhin an ihrer Zinspolitik fest, um die Wirtschaft zu unterstützen, trotz des drastischen Wertverlust der japanischen Währung.

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BOJ-Chef Haruiko Kuroda schloss zudem eine Zinserhöhung in naher Zukunft aus. Nach der erneuten Entscheidung der BOJ am Donnerstag durchbrach der Yen 145 Punkte gegenüber dem US-Dollar.

Bank of Japan belässt Zinssätze bei minus 0,1 Prozent

Auf einer zweitägigen Sitzung beschloss die Bank of Japan, die kurzfristigen Zinssätze bei minus 0,1 Prozent zu belassen und die Renditen zehnjähriger japanischer Staatsanleihen weiterhin auf etwa null Prozent zu senken. Die BOJ hielt auch an der Zusage fest, ohne zu zögern weitere Lockerungsmaßnahmen zu ergreifen, sollte sich ein entsprechender Bedarf ergeben.

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„Es gibt keine Änderung in unserer Haltung, die Geldpolitik weiter zu lockern. Wir planen vorerst keine Zinserhöhungen“, so Kuroda auf einer Pressekonferenz nach der Sitzung.

„Der Grund für die Entscheidung ist, dass die Kerninflation der Verbraucher, die im August um 2,8 Prozent gestiegen ist, sich mit ziemlicher Sicherheit verlangsamen und im nächsten Fiskaljahr ab April unter dem Zielwert von 2 Prozent liegen wird“, so Kuroda.

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In der Erklärung der Bank of Japan, die nach der Sitzung veröffentlicht wurde, heißt es, dass die BOJ erwartet, dass die kurz- und langfristigen Zinssätze auf ihrem derzeitigen Niveau oder niedriger bleiben werden.

Keine Änderungen in den geldpolitischen Leitlinien in Sicht

Kuroda wies Marktspekulationen zurück, wonach die BOJ ihre geldpolitischen Leitlinien in naher Zukunft ändern würde und erklärte, dass dies vorerst nicht der Fall sein werde.

„Wenn ich sage vorläufig, dann meine ich nicht zwei oder drei Monate. Ich spreche von zwei oder drei Jahren“, so Kuroda auf einer Pressekonferenz.

Die BOJ steht vor der gewaltigen Aufgabe, ihre Haltung zu rechtfertigen. Mit ihrer ultraniedrigen Zinspolitik will die japanische Zentralbank die immer noch langsame, wirtschaftliche Erholung von den Folgen der Pandemie unterstützen und die Inflation durch ein robustes Lohnwachstum stützen.

Diese Politik birgt jedoch auch die Gefahr eines weiteren Kursverfalls des Yen, der die Importkosten in die Höhe treibt. Die Gesamtinflationsrate des Landes liegt seit fünf Monaten in Folge über dem Zielwert von 2 Prozent und belastet die Haushalte, obwohl die Zentralbank überzeugt ist, dass dies nur vorübergehend der Fall sein wird.

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