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Anteil am bargeldlosen Zahlungen soll bis deutlich 2025 steigen

Bargeldloses Zahlen: So macht Japan seine Wirtschaft fit

Japan, das Land der aufgehenden Sonne, ist dabei, seine Wirtschaft fit zu machen. Der aktuelle Anlass: Japans BIP sank zwischen Oktober und Dezember um satte 7,1 Prozent.

Das ist der stärkste Rückgang seit über fünf Jahren. Die Kombination aus einer stagnierenden Wirtschaft und dem Coronavirus setzt Japans Regierung aktuell unter Druck. Eine Art, die Wirtschaft zu modernisieren, könnten bargeldlose Zahlmethoden sein.

Kryptowährungen als Kurbel für die Wirtschaft

Japans Regierung hat sich daher das Ziel gesetzt, den Anteil der bargeldlosen Zahlungen noch bis zum Jahr 2025 auf 40 Prozent zu steigern. Dafür wurden Unternehmen bereits Steuervergünstigungen zugesichert, wenn diese derartige Zahlmethoden fördern.

Was aber sind die Möglichkeiten, um das bargeldlose Zeitalter einzuleiten? In Japan sind Kreditkarten nicht sonderlich populär und es steht auch kein gleichwertiges Pendant zu den deutschen Bankkarten bereit. Die beste potenzielle Möglichkeit: Kryptowährungen. Diese sind nicht nur weltweit verfügbar, sondern können dank Blockchain-Technologie auch in vielen verschiedenen Szenarien eingesetzt werden.

Außerdem sind Kryptowährungen sicher. Kein Wunder also, dass Japan bereits im Jahr 2017 Bitcoin als offizielles Zahlungsmittel zugelassen hat und man zu den Olympischen Spielen ein auf Blockchain basierendes Zahlungssystem bereitstellte. Ein offizielles Lizenzierungssystem für Krypto-Börsen hat Japan ebenfalls bereits vor einigen Jahren eingeführt. Die Grundlagen für die bargeldlose Revolution sind also gegeben. Doch welche Coin könnte die Ansprüche der japanischen Wirtschaft erfüllen?

Als gängigste digitale Währung käme natürlich Bitcoin infrage. Die erste Kryptowährung ist auch weiterhin die populärste bei den Anlegern und gilt als relativ stabil. Doch auch andere Vertreter sind denkbar: Bitcoin Cash zum Beispiel bietet sich, als auf den Zahlungsverkehr spezialisierte Währung, besonders an. Die Bitcoin Cash Prognose für 2020 ist äußerst positiv.

Hier könnte Japan auf eine sichere Kryptowährung setzen, die über eine hohe Akzeptanz auf Tausch- und Zahlungsseiten verfügt. Andere Währungen, wie zum Beispiel das bekannte Ethereum, könnten als sekundäre Optionen verfügbar gemacht werden. Für die Umsetzung müsste Japans Wirtschaft sich aber großflächig auf das Experiment einlassen.

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Bild: Pexels

Zahlen an Automaten und in Geschäften

Zunächst dürften die Einsatzgebiete der digitalen Coins noch beschränkt sein. Falls aber Währungen wie Bitcoin Cash verwendet werden, sollte das Bezahlen in vielen Geschäften schon sehr bald Realität werden.

Insbesondere Metropolen wie Tokyo zeigen sich bereits heute offen: Gerade junge Stadtteile wie Akihabara sind hier Vorreiter. Akihabaras bekannte Elektronikmeile akzeptiert zum Beispiel schon zu einem Großteil Bitcoin als Zahlungsmittel, Vorreiter waren die japanweit bekannten BIC Camera Stores, die als Erstes auch den Bitcoin an der Kasse annahmen.

Kein Wunder, ist doch der Bitcoin mit einem Gesamtwert von 162,9 Milliarden Dollar weiterhin die bekannte digitale Münze.

Auch ein Umstellen der überall in Japan vorhandenen Verkaufsautomaten sollte kein Problem darstellen. Statistisch gesehen kommt in Japan auf dreiundzwanzig Einwohner ein Getränkeautomat – eine extrem hohe Zahl.

Sobald Kryptowährungen hier umfassend unterstützt werden, dürfte dies die bargeldlose Revolution massiv ankurbeln. Aber auch eine andere Art von Automat könnte profitieren: Japans Gaming Arcade ist nämlich weiterhin am Boomen. Und die Gamer haben sicher nichts dagegen, hier digital zu bezahlen.

Fazit

Japans Wirtschaft soll modernisiert werden. Bereits letztes Jahr kündigte die Regierung an, den Anteil der bargeldlosen Zahlungen bis 2025 auf 40 Prozent zu erhöhen. Der Plan ist vielversprechend, insbesondere Kryptowährungen könnten bei der Umsetzung helfen. So würde Japan zum weltweiten Vorreiter werden, was auch der Wirtschaft sicherlich einen Schub bescheren würde.

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