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Viel Service für Camper

Camping soll die regionale Wirtschaft in Ibaraki ankurbeln

Viele Menschen in Japan haben durch die Pandemie Camping für sich entdeckt, da man sich draußen aufhalten kann und sich gleichzeitig an die Abstandregeln hält.

Insbesondere Ibaraki will von diesem Boom profitieren, denn die Präfektur hat mehr Campingplätze als jede andere Präfektur in Japan.

Natur in Ibaraki lädt zum Campen ein

Als eine Umfrage der japanischen Sportagentur für das Finanzjahr bis März 2019 veröffentlicht wurde, gab es in Ibaraki 163 Campingplätze, gefolgt von Hokkaido (147), der Präfektur Nagano (143) und der Präfektur Hiroshima (102).

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Ibaraki, dessen Campingplätze von Tokyo aus in wenigen Stunden mit dem Auto erreichbar sind, bietet eine reichhaltige Natur mit Meer, Bergen, Flüssen und Seen.

Frische Meeresfrüchte sind eine weitere Spezialität der Präfektur. Auf einem Campingplatz in Oarai können sich Camper auf einem nahe gelegenen Fischmarkt mit Meeresfrüchten eindecken.

Ibaraki hat eine offizielle, auf Camping spezialisierte Website mit dem Namen Ibaraki Camp (https://ibaraki-camp.jp/) eingerichtet. Im vergangenen Juni wurden 22 Millionen Yen in einem Nachtragshaushalt bereitgestellt, um Besucher auf regionale Campingplätze zu locken. Die Präfektur plant, die Website um detailliertere Informationen über Toiletten und Stromversorgung zu ergänzen.

Die Website soll auch den Tourismus in der Präfektur insgesamt ankurbeln, da sie Links zu Websites über regionale Lebensmittel und touristische Sehenswürdigkeiten enthält.

„Zunächst einmal möchten wir, dass die Menschen die Attraktivität von Ibaraki genießen, wenn sie hierher zum Zelten kommen“, sagte Ryohei Komatsuzaki, der das Projekt leitet und selbst ein großer Fan von Camping ist. „Wir bekommen hier nicht viel Schnee, sodass Besucher immer willkommen sind, auch im Winter.“

Zelte erleben einen Absatzboom

Nach Angaben des Zolls von Yokohama sind die Importe von Zelten nach einem Outdoor-Boom Mitte der 1990er-Jahre eingebrochen, steigen aber seit 2016 wieder an. Im vergangenen Jahr erreichten diese Importe 10.266 Tonnen im Wert von 11,84 Milliarden Yen.

Da die durch die Pandemie verursachte Krise der öffentlichen Gesundheit jedoch andauert, haben die Importe von Januar bis Juli dieses Jahres bereits die Zahl des letzten Jahres übertroffen.

Der Zoll von Yokohama hat angedeutet, dass sich der Einfuhrtrend aufgrund der steigenden Zahl gut ausgestatteter Campingplätze und der Diversifizierung der Einsatzmöglichkeiten, z.B. für den Katastrophenschutz, anhalten wird.

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