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Zweiter Skandal des ehemaligen Geschäftsführers bei dem Unternehmen

Chef des berühmten Süßwarenherstellers Akafuku Co. muss wegen Handel mit einer „unsozialen Gruppe“ zurücktreten

Der Chef des berühmten Süßwarenherstellers Akafuku Co. musste zurücktreten, nachdem bekannt geworden ist, dass er eine Tochterfirma angewiesen hat, alkoholische Getränke an „unsoziale Gruppen“, wie die Yakuza, zu verkaufen.

Der 82-Jährige verabschiedete sich von seinen Positionen als Geschäftsführer des Herstellers von „Akafuku Mochi“-Reiskuchen und der Holdinggesellschaft Hamada Sogyo, sowie von seinen Funktionen in vier anderen verbundenen Unternehmen am 16. Januar.

Produktion von Shochu für eine „unsoziale Gruppe“

Laut Berichten hat er eine Anfrage eines hochrangigen Mitglieds einer namentlich nicht genannten Organisation, mit der er befreundet ist, angenommen und die mit der Akafuku-Gruppe verbundene Brauerei Iseman Co. zu beauftragen, alkoholische Shochu-Getränke mit dem aufgedruckten Wappen der Organisation herzustellen.

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Laut des ehemaligen Geschäftsführers stellte die Brauerei die Getränke von Dezember 2000 bis November 2012 24 Mal her. Insgesamt wurden 8.120 Flaschen mit jeweils 720 Millilitern Shochu an die Organisation geliefert. Unter ihnen waren 3.466 Keramikbehälter, auf denen das Wappen der Organisation aufgedruckt war. Der Gesamtumsatz betrug rund 15 Millionen Yen (ca. 123.623 Euro).

Im Dezember 2019 trat ein Mann aus der Stadt Ise an dem Geschäftsführer heran und versuchte das Unternehmen zu erpressen.

Bereits 2007 gab es einen Skandal bei dem Süßwarenhersteller Akafuku Co.

Während einer internen Untersuchung in der Firma gab der Geschäftsführer Berichten zufolge an, dass er den Handelspartnern und Kunden des Unternehmens Probleme und Sorgen bereitet habe.

Nach den Ereignissen verabschiedete sich der Geschäftsführer von seiner Verantwortung bei Hamada Sogyo und Akafuku.

Er gab auch seine Rollen bei Ise Fuku auf, ein Unternehmen die Einkaufsstraße vor dem Hauptschrein der japanischen Stadt Ise Jingu verwaltet, bei der Verwaltungsgesellschaft des Shima Mediterranean Village Resorts in der Präfekturstadt Shima sowie bei Iseroku, das chinesische Restaurants betreibt. Außerdem gab er seine Position als Vorsitzender des japanischen Süßwarengeschäfts Ise Wagashi no Masuya auf.

Der Mann ist die 10. Person, die Akafuku geleitet hat. Er investierte rund 14 Milliarden Yen in Gebiete in der Nähe des Hauptschreins von Ise Jingu und schuf den Touristenort Okage Yokocho, der dem Stadtbild der späten Edo-Zeit bis zur frühen Meiji-Ära nachempfunden ist.

Zuvor war er 2007 als Leiter von Akafuku wegen eines Skandals um gefälschte Verfallsdaten zurückgetreten und kehrte 2017 in die Position zurück.

Der Geschäftsführer von Hamada Sogyo, Koji Nishida, sagte: „Wir arbeiten gründlich daran, dass dies nicht wieder vorkommt und dass alle unsere Kunden und Mitarbeiter wieder Vertrauen in uns haben. Wir werden weiterhin daran arbeiten, unsoziale Gruppen auszuschließen, und werden umfassend reagieren, um die Einhaltung der Compliance-Regeln zu garantieren.

MA

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