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Branche blickt in eine ungewisse Zukunft

Convenience Stores in Japan erzielen Rekordergebnis, schauen aber in eine schwierige Zukunft

Japanische Convenience Stores verkauften 2019 so viel wie noch nie. Die Verkäufe stiegen um 0,4 Prozent an, da die Maßnahmen der japanischen Regierung zur Ankurbelung der Verbraucherausgaben Wirkung zeigten.

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Auch der Gesamtumsatz stieg wieder an und betrug 10,34 Billionen Yen (ca. 84.61 Milliarden Euro) und lag damit seit 2005 erstmals wieder über 10 Billionen Yen.

Programm zum Abfedern der Auswirkungen der Steuererhöhungen führten zu einem Aufschwung

Der Umsatz wurde laut der Japan Franchise Association durch das Einkaufsbelohnungsprogramm der Regierung für Einkäufe mit bargeldlosem Zahlungsverkehr gesteigert. Das Programm wurde eingeführt, um die Auswirkungen der Verbrauchsteuererhöhung von 8 Prozent im Oktober auf 10 Prozent abzufedern.

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Die Rabattsätze liegen bei kleinen und mittleren Läden bei 5 Prozent und bei großen Handelsketten wie Convenience Stores bei 2 Prozent. Gekochte und tiefgekühlte Lebensmittel gehörten zu den Produkten, die zum Rekordumsatz beigetragen haben.

Convenience Stores blicken in eine ungewisse Zukunft

Die Aussichten für Convenience Stores sind jedoch weiterhin ungewiss, da das Rabattprogramm im Juni ausläuft und große Convenience-Store-Betreiber wie Seven-Eleven Japan Co. und Lawson Inc. aufgrund des Arbeitskräftemangels in einigen Filialen den 24-Stunden-Betrieb einstellen.

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Im Jahr 2019 stiegen die durchschnittlichen Ausgaben pro Kunde im Vergleich zum Vorjahr um 2,1 Prozent auf 632,6 Yen, während die Kundenbesuche um 1,6 Prozent auf 16,35 Milliarden Yen zurückgingen.

Die Anzahl der Filialen belief sich Ende 2019 auf 55.620, was einem Rückgang von 0,2 Prozent gegenüber dem Vorjahr entspricht. Es war der erste Rückgang seit Beginn der Datenerfassung durch den Verband, der die Bemühungen der Convenience-Store-Betreiber widerspiegelte, Neueröffnungen einzudämmen, um zu verhindern, dass ihre Rentabilität auf dem gesättigten Markt unter Druck gerät.

Der Gesamtumsatz, einschließlich des Umsatzes in neu eröffneten Geschäften, stieg im Laufe des Jahres um 1,7 Prozent auf 11,16 Billionen Yen.

Alleine im Dezember sank der Umsatz in den Filialen um 0,3 Prozent auf 915,57 Milliarden Yen. Die monatliche Kundenzahl ging um 1,1 Prozent auf 1,39 Milliarden Yen zurück. Die durchschnittlichen Ausgaben pro Kunde stiegen um 0,7 Prozent auf 659,2 Yen.

TJT

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