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Ehemaliger Paradetänzer verklagt Tokyo Disneyland wegen Knieverletzung

In fantasievollen Kostümen im Disneyland für begeisterte Kinder zu tanzen mag glamourös klingen, ist allerdings auch ein körperlich anstrengender Job. Ein ehemaliger Paradetänzer reicht im Bezirksgericht von Chiba eine Zivilklage gegen das Disneyland ein.

Hidenori Okawa (51) verlangt 150 Millionen Yen (1,21 Millionen Euro) Schadensersatz und die Begleichung von Arztkosten von der „Oriental Land Co.“, dem Betreiber des Tokyo Disney Resorts in Urayasu (Präfektur Chiba). Er macht eine übermäßige Arbeitsbelastung für eine schwere Knieverletzung verantwortlich.

Im Eröffnungsplädoyer am 19. März erklärte Okawa, dass das Unternehmen seiner Verpflichtung, eine sichere Arbeitsumgebung zu schaffen, nicht nachgekommen sei. „Oriental Land“ wies die Anschuldigung entschieden zurück und bat das Gericht, die Klage abzuweisen.

Gemäß der im November 2018 eingereichten Klage begann Okawa im Juni 1995 in einer beliebten Parade im Tokyo Disneyland aufzutreten, die sowohl tags- als auch nachts gezeigt wurde. Der Tänzer gab an, in kurzen Abständen immer wieder auftreten zu müssen, was seine Knie und seine untere Rückenpartie übermäßig belastete. Die dadurch entstandenen Schmerzen waren so heftig, dass er bereits im September 1996 seinen Job wieder aufgeben musste.

Bild: Tokyo Disney Resort

Später stellten die Ärzte bei Okawa ein sogenanntes Springer-Knie fest, eine Sehnenverletzung, die oft durch übermäßige Überbelastung entsteht. Gleichzeitig entwickelte er eine reflektorische Dystrophie, bei der verletzte Nerven überempfindlich reagieren und starke Schmerzen verursachen. 2005 bestätigte das Funabashi Labor Standards Inspection Office in Chiba die Verletzung als Arbeitsunfall. Ein Programm der Region Chiba unterstützte Okawa, während er sich in Behandlung befand.

Bei einer Pressekonferenz nach der ersten Gerichtsverhandlung erklärte der Tänzer, dass seine Knie- und Hüftgelenke immer noch Schmerzen verursachten und er heute mit einem Stock gehen müsse. Okawa erklärte, sein Arbeitgeber hätte ihm geraten, sollte er sich während seiner Arbeit im Disneyland verletzen, solle er die Behandlung über eine private Versicherung bezahlen lassen. Auf keinen Fall dürfe er die Verletzung als Arbeitsunfall abrechnen.

Als Okawa seine Schmerzen meldete, wurde im unterstellt, er würde lügen. Der verantwortliche Mitarbeiter von „Oriental“ hätte ihm gesagt, entweder arbeitet er weiter oder wird sofort gekündigt. Von seinem direkten Vorgesetzten hätte er danach noch eine Abmahnung erhalten. Danach habe er trotz Schmerzen weitergearbeitet, was seine Symptome weiter verschlimmerte.

Quelle: The Asahi Shimbun

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