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Immer weniger Umsatz

Eines der ältesten Kaufhäuser Japans schließt

Nach mehr als drei Jahrhunderten wird das Kaufhaus Onuma in Yamagata schließen.

Das Kaufhaus hat durch die wirtschaftlichen Folgen der Corona-Pandemie ein Konkursverfahren eröffnen müssen. Zwar hofft der Betreiber, das Kaufhaus sanieren zu können, allerdings ist die Situation nicht gerade leicht.

Kaufhäuser in ganz Japan kämpfen gegen geändertes Kaufverhalten

Onuma ist bekannt für ausgefallene Lebensmittelhallen, Luxusartikel, tadellosen Service und, in seiner Blütezeit, Dachattraktionen zur Unterhaltung von Familien.

Allerdings sind Japans Kaufhäuser seit Langem von einem langsamen Niedergang betroffen, da sich die Einkaufsgewohnheiten der Menschen ändern.

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Das Onuma steht nicht allein da, auch andere Kaufhäuser und kleinere Geschäfte sind von den wirtschaftlichen Folgen betroffen.

Im vergangenen Monat schloss nach 146 Jahren das Unternehmen Nakago die Türen seines letzten verbleibenden Geschäfts in Fukushima, während die Kette Izutsuya Co Ltd. in der Stadt Kita-Kyushu eines ihrer beiden Hauptgeschäfte schloss.

In diesem Jahr, in dem die Verbraucher von dem Einkaufen absehen und der Tourismus inmitten der Pandemie praktisch zum Stillstand gekommen ist, sind die Verkäufe stark zurückgegangen.

Die Verkäufe der Kaufhäuser sind im Juli gegenüber dem Vorjahr um ein Fünftel zurückgegangen. Politische Entscheidungsträger befürchten weitere Ladenschließungen und Konkurse sind unvermeidlich.

Schon vor der Pandemie haben japanische Kaufhäuser darum gekämpft, relevant zu bleiben, indem sie Artikel wie 10.000-Dollar-Kimonos und edles Geschirr verkauften, um ihr Ansehen zu wahren, auch wenn sich der Geschmack der Verbraucher eher informellen Artikeln zugewandt hat. Gleichzeitig tätigen Verbraucher immer mehr Einkäufe online.

Umsatz geht immer weiter zurück

Sowohl die branchenweiten Verkäufe als auch die Anzahl der Geschäfte sind seit 1999 um 30 Prozent zurückgegangen. Einige der 203 Kaufhäuser des Landes haben durch die Ansiedlung weiterer Mieter ihre Verkaufsfläche ebenfalls drastisch verringert.

Isetan Mitsukoshi Holdings Ltd. zum Beispiel hat in den letzten zehn Jahren mehrere Geschäfte geschlossen und sagte im März, dass sie im nächsten Jahr ein Mitsukoshi-Geschäft in der Innenstadt von Tokyo schließen werden.

Die größte Sorge bereiten jedoch die Aussichten für regionale Geschäfte und die Auswirkungen auf ihre lokale Wirtschaft, die bereits durch jahrzehntelange Deflation, stagnierendes Wachstum und eine Abwanderung junger Menschen auf der Suche nach besseren Arbeitsplätzen erschüttert ist.

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