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Einzelhandelsumsätze in Japan erleben tiefsten Einbruch seit 2015

Stärkster Einbruch seit 2015

Die Einzelhandelsumsätze in Japan fielen im Oktober so deutlich wie seit fast 4 Jahren nicht mehr, da die Steuererhöhung die Verbraucher veranlasst, ihre Ausgaben zu kürzen.

Die japanische Regierung erhöhte die Verbrauchsteuer am 1. Oktober von 8 auf 10 Prozent, um die Staatsverschuldung ausgleichen zu können. Diese ist momentan doppelt so hoch wie das Bruttoinlandsprodukt des Landes.

Steuererhöhung und Naturkatastrophen drücken die Einzelhandelsumsätze

Bereits vor der Erhöhung warnten einige Analysten davor, dass die Steuererhöhung die Wirtschaft bremsen könnte, da die Exporte und die Produktion einbrechen würden.

Die Einzelhandelsumsätze gingen im Oktober, im Vergleich mit dem Vorjahr, um 7,1 Prozent zurück. Das geht laut Daten des Handelsministeriums auf die schwache Nachfrage nach Artikeln wie Autos und Haushaltsgeräten zurück. Auch der Taifun Hagibis sorgte für einen Umsatzeinbruch.

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Ein weiterer Faktor sind laut Experten der Druck, dem die Einzelhändler bereits vor der Steuererhöhung ausgesetzt waren, beispielsweise durch den anhaltenden Rückgang der Reallöhne.

Größer Rückgang seit 2015

Der Rückgang ist der größte seit März 2015, als die Einzelhandelsumsätze um 9,7 Prozent eingebrochen sind. Analysten haben mit 4,4 Prozent gerechnet.

Laut Experten ist der Konsum weiterhin schwach und die Stimmung der Konsumenten verschlechter sich weiterhin.

Der Einbruch war noch stärker, als bei den beiden letzten Erhöhungen 1997 und 2014. Die saisonbereinigten Einzelhandelsumsätze gingen im Oktober gegenüber dem Vormonat um 14,4 Prozent zurück.

Der negative Wert ergibt sich aus separaten Daten, die diesen Monat zeigten, dass die japanische Wirtschaft im dritten Quartal fast zum Erliegen gekommen ist, während die Exporte im Oktober auf dem schlechtesten Stand seit drei Jahren schrumpften.

Japanische Regierung ist nun gefordert, eine Deflation abzuwenden

Die japanische Regierung ist nun gefordert ein umfangreiches Aufgabenpaket zusammen zustellen, um die anfällige wirtschaftliche Erholung des Landes am Laufen zu halten.

All diese Faktoren stellen eine Regierung vor Herausforderungen, die versucht, die Verbraucher aus einer seit langem verankerten deflationären Denkweise herauszuholen, die die Preise belastet, die Gewinne der Unternehmen beeinträchtigt und eine lockere Geldpolitik etabliert hat.

Hinzu kommt das Risiko, dass Einzelhändler weiterhin die Preise senken, um die Belastung durch die Steuererhöhung auszugleichen. Viele Geschäfte bieten auch Rabatte für bargeldloses Bezahlen an.

Experten rechnen daher, dass dies eine Deflation auslösen kann. Kleine Unternehmen, die mit ihrer Wettbewerbsfähigkeit zu kämpfen haben, könnten so aus dem Geschäft gedrängt werden.

TJT

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