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Erster Visum-Test für ausländische Arbeitnehmer in Japan durchgeführt

Am 13. und 14. April nahmen in Manila (Philippinen) erstmal über 100 Filipinos an einem Visum-Test für Japan teil. Dieser ist notwendig, um eines der neuen Arbeitsvisa für Japan zu erhalten.

Details des Tests, die für Krankenpfleger in der Universität von Manila stattfanden, gibt es bisher nicht. Medienvertretern war es weder gestattet den Prüfungsort zu betreten noch mit den Teilnehmern zu reden. Insgesamt gab es 125 Bewerber, die nach dem Windhund-Prinzip (wer zuerst kommt, mahlt zuerst) ausgewählt wurden. In dem Test werden sowohl fachliche Fragen als auch die Sprachkenntnisse der Bewerber getestet.

Die japanische Regierung wirbt im Rahmen eines neuen Visa-Programms, das diesen Monat anläuft, um potenzielle Arbeitnehmer in Bereichen wie Pflege und Bauwesen. Insgesamt 12 Branchen hoffen auf neue Arbeitskräfte, die vor allem aus den Philippinen und acht weiteren asiatischen Ländern kommen sollen. Personen, die den aktuellen Test bestehen, könnten bereits im Sommer 2019 ihre Arbeit in Japan aufnehmen.

Für Philippinos ist es äußerst reizvoll in Japan zu arbeiten, da das Land mit dem Visum einen direkten Zugang zum Arbeitsmarkt gestattet. So ist es den Menschen möglich, bald Geld zu verdienen, mit dem sie ihre Familien zu Hause unterstützen können. Deswegen bewarben sich weit mehr als 125 Prüflinge um eine Stelle. Im Mai wird es wahrscheinlich eine zweite Test-Runde geben.

Für Menschen von den Philippinen ist es außerdem nichts Außergewöhnliches im Ausland zu arbeiten. Etwa 2,3 Millionen Philippinos arbeiten aktuell überall auf der Welt. Allein rund 19.000 Personen, die im Pflegesektor arbeiten, verlassen jährlich ihre Heimat auf der Suche nach einem Job. Bisher galten vor allem Kanada und Australien als beliebte Ziele für diese Arbeitskräfte.

Japans schwierige Position auf dem internationalen Arbeitsmarkt

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Bild: すしぱく

Bisher galt Japan für hoch-qualifizierte Pflege-Kräfte als eher uninteressantes Land, weil die Bezahlung relativ niedrig ausfiel. Allerdings ist es teuer für Länder wie Kanada eine Arbeitserlaubnis zu bekommen. Dafür müssen potenzielle Arbeitnehmer bis zu einer Million Yen (circa 7.900 Euro) einplanen. Außerdem muss man nachweisen für eine gewisse Zeit allein seinen Lebensunterhalt bestreiten zu können.

Für Japan liegt die Messlatte mit dem neuen Visum wesentlich tiefer. So müssen qualifizierte Arbeitskräfte nicht über lange Berufserfahrung verfügen. Auch müssen sie vorher nicht viel Geld investieren.

Die japanische Regierung rechnet mit insgesamt 340.000 ausländischen Arbeitskräften in den nächsten fünf Jahren für die 14 gefragtesten Bereiche. Das neue Arbeitsvisum macht es den Leuten leicht, erst einmal mindestens fünf Jahre im Land zu arbeiten. Voraussetzung ist natürlich, dass sie den Test bestehen, der sowohl ihre beruflichen als auch sprachlichen Kenntnisse abfragt.

Bislang plant die Regierung diese Tests für neun Partnerländer (die Philippinen, Vietnam, China, Indonesien, Thailand, Myanmar, Kambodscha, Nepal und die Mongolei) anzubieten. Bisher sind die genauen Modalitäten für die verschiedenen Länder allerdings noch nicht geklärt und die Bemühung um verbindliche Abkommen mit diesen Ländern verzögern die Auswahl-Verfahren. So sollen Vermittler, die einen reibungslosen Verlauf meistens eher stören als fördern, aus dem Verfahren ausgeschlossen werden.

AS

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