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Einreiseverbot könnte wirtschaftlichen Beziehungen schaden

Europäische Wirtschaftsgruppe fordert Japan auf, die Einreisebeschränkungen zu überarbeiten

Die europäische Wirtschaftsgruppe „European Business Council“ forderte Japan auf, ihre Einreisebeschränkungen für Ausländer zu überarbeiten und warnte davor, dass die Beschränkungen die Geschäftstätigkeit europäischer und japanischer Unternehmen nachhaltig negativ beeinflussen könnte.

Die Einreisebeschränkungen wurden etwa ein Jahr nach Inkrafttreten eines Handelspakts zwischen Japan und der Europäischen Union festgelegt.

Handelsabkommen zwischen Europa und Japan hat an Schwung verloren

Das Abkommen sollte die Exporte aus der Europäischen Union und die Direktinvestitionen aus Europa steigern. Innerhalb eines Jahres steigerte das Abkommen die Exporte aus der EU um 6,6 Prozent.

„Jetzt verliert das Abkommen durch das Reiseverbot an Schwung“, sagte Michael Mroczek, Präsident des European Business Council in Japan, während einer Pressekonferenz im Foreign Correspondents‘ Club of Japan in Tokyo.

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Mroczek schlug vor, dass Japan bei der Lockerung der Beschränkungen ständigen Einwohnern und langfristig Aufenthaltsberechtigten, gefolgt von Geschäftsreisen Vorrang einräumen sollte. Mroczek merkte allerdings an, dass zu diesen Gruppen eine große Anzahl von Personen gehören, die entweder ihr eigenes Unternehmen betreiben oder in Japan beschäftigt sind.

Um weiteren Auswirkungen vorzubeugen, könnte eine mögliche Lösung darin bestehen, dass Dauer- und langfristig Aufenthaltsberechtigte sofort wieder nach Japan einreisen dürfen und in einem zweiten Schritt könnte die Beschränkung für Geschäftsreisende und später für Touristen aufgehoben werden.

Die Einreisebeschränkungen, die zur Eindämmung der Ausbreitung des Coronavirus am 3. April eingeführt wurden, gelten für 111 Länder.

Europäische Unternehmen könnten ihren Sitz aus Japan abziehen

Letzte Woche sagte Premierminister Shinzo Abe, dass Japan in diesem Sommer damit beginnen werde, die Beschränkungen zu lockern, wobei Geschäftsreisenden Vorrang eingeräumt werde.

Bisher wurde jedoch noch kein europäisches Land in die Liste der Regionen aufgenommen, die in der ersten Phase von den Beschränkungen ausgenommen werden sollen, da Japan Ländern mit stärkeren Wirtschaftsbeziehungen Vorrang eingeräumt hat: Vietnam, Australien, Neuseeland und Thailand.

„Die Auswirkungen des Einreiseverbotes auf das europäische Geschäft hier ist, dass europäische Unternehmen mit ihrem Hauptsitz im asiatisch-pazifischen Raum in Japan ebenfalls an Wettbewerbsfähigkeit gegenüber japanischen Unternehmen verlieren“, so Mroczek.

TJT

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