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HomeNachrichten aus JapanWirtschaftFalsche Daten haben Japans Baustatistik 8 Jahre verfälscht

Länger als vermutet

Falsche Daten haben Japans Baustatistik 8 Jahre verfälscht

Japans Baustatistik wurden zwischen 2013 und 2020 aufgrund von Doppelzählungen und Rechenfehlern bei den Bauaufträgen um 34,5 Billionen Yen (ca. 251 Milliarden Euro) aufgebläht.

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Das japanische Ministerium für Land, Infrastruktur, Verkehr und Tourismus erklärte außerdem, dass die allgemeine Statistik für jedes Finanzjahr seit 2013 um 0,1 bis 0,3 Billionen Yen zu hoch angesetzt wurde.

Baustatistik fließt in die Berechnung des BIP ein

Die Baustatistik wird auf der Grundlage von der Zahlen der Bauverträge berechnet und fließt in die Berechnung des japanischen Bruttoinlandsprodukts mit ein.

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Das Ministerium will nun die Auswirkungen der verfälschten Daten auf das Bruttoinlandsprodukt untersuchen.

Die falschen Daten wurden im Dezember aufgedeckt. Das Ministerium berechnet die Zahlen zu den Bauaufträgen auf der Grundlage einer Stichprobe von ungefähr 12.000 Unternehmen im ganzen Land, die für den Zeitraum von einem Jahr aus den rund 480 japanischen Bauunternehmen ausgewählt werden.

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Diese Unternehmen müssen monatliche Berichte über die Zahl der Aufträge vorlegen, die sie in dem betreffenden Monat erhalten haben. Die Zahlen werden dann dazu verwendet, um den Gesamtbetrag der Aufträge zu schätzen.

Daten auf Anweisung verfälscht

Vom Geschäftsjahr 2013 bis 2020 haben die Mitarbeiter der Präfekturverwaltungen auf Anweisung des Ministeriums allerdings anstatt einer Null einzutragen, wenn ein Unternehmen keine Daten lieferte, den Durchschnittswert aller Unternehmen, die einen Bericht eingereicht haben, eingetragen.

Wenn ein Unternehmen seine Daten nachreichte, wurden diese in die Gesamtzahl für den letzten Monat aufgenommen.

Da jedoch der Durchschnittswert als Meldung von diesen Unternehmen verwendet wurde, führte dies zu einer Doppelzählung.

Daraus ergab sich im Geschäftsjahr 2021 ein Fehler von 4,6 Billionen Yen (ca. 33 Milliarden Euro), 2014 waren es 5,2 Billionen Yen (ca. 37 Milliarden Euro) 2016 5,2 Billionen Yen, 2017 4,3 Billionen Yen (ca. 31 Milliarden Euro), 2018 5,1 Billionen Yen, 2019 3,2 Billionen Yen (ca. 23 Milliarden Euro) und 2020 2,8 Billionen Yen (ca. 20 Milliarden Euro).

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