Stats

Anzeige
Home News Wirtschaft Franchisenehmer von japanischen Convenience-Stores geraten durch die Pandemie in große Probleme

Hohe Kosten und Schwierigkeiten Mitarbeiter zu finden

Franchisenehmer von japanischen Convenience-Stores geraten durch die Pandemie in große Probleme

Die Angst unter den Franchisenehmern von Convenience-Stores in Japan nimmt zu, dass sie durch die Coronavirus-Pandemie immer größere Schwierigkeiten haben, ihr Geschäft geöffnet zu lassen.

Mittlerweile gibt es eine große Anzahl von Geschäften, die geschlossen werden mussten, nachdem festgestellt wurde, dass sich ein Mitarbeiter mit dem Virus infiziert hat.

Franchisenehmer haben hohe Kosten und kaum Unterstützung

Dadurch müssen Produkte entsorgt werden und das Geschäft desinfiziert werden. Diese Maßnahmen sind jedoch sehr kostspielig und keiner der großen Conviencestore-Betreibern unterstützt seine Franchisenehmer dabei ausreichend.

Auch die Belastung, die durch den Ausnahmezustand entstanden ist, wird von den Franchisenehmern allein getragen, darunter auch das Problem, nicht genügend Arbeitnehmer zu finden.

Mehr zum Thema:
Japans Einzelhändler haben mitten in der Coronavirus-Pandemie Probleme den Betrieb aufrechtzuerhalten

In Japan mussten mittlerweile 150 Seven-Eleven-Stores, 194 FamilyMart-Stores und 162 Lawson-Stores geschlossen werden, da sich Mitarbeiter mit dem Virus infiziert hatten. Darunter sind auch viele Geschäfte, die schließen mussten, weil sie keine Mitarbeiter mehr gefunden haben.

Die japanische Regierung hat Supermärkte und Convenience-Stores, die als systemrelevant gelten, angewiesen, im Ausnahmezustand offenzubleiben. Dementsprechend fordert der Hauptsitz der Convenience-Store-Betreiber ihre Franchise-Stores in ganz Japan auf, das Geschäft fortzusetzen. Für den Fall, dass ein Geschäft einen Mitarbeiter hat, der sich mit dem Virus infiziert, muss das Geschäft nach Entsorgung seiner Produkte und Sterilisation für etwa zwei Wochen geschlossen sein.

Geschäfte könnten Infektionsfälle aus Angst verschweigen

„Der durch die Entsorgung von Produkten kostet einem Franchisenehmer rund 3 Millionen Yen. Selbst wenn die Filialen wieder geöffnet werden, leiden sie unter Reputationsschäden und die Gewinne aus dem Verkauf sind im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 40 Prozent gesunken“, heißt es aus Kreisen der Franchisenehmer.

Einige Ladenbetreiber sagen, dass es in Zukunft möglicherweise Geschäfte geben wird, die Infektionsfälle vertuschen, um eine Schließung zu vermeiden, da die Zentralen keine Entschädigungen für geschlossene Geschäfte plant.

Um die Belastung der Franchise-Läden zu verringern, hat Lawson angekündigt alle Kosten für Desinfektionsmaßnahmen und einen Teil der Kosten für die Produktentsorgung zu tragen.

Ein FamilyMart-Vertreter erklärte, dass man auf jeden Fall entsprechend der Situation jedes Geschäfts reagieren wird.

Seven-Eleven will 15 Prozent der Kosten für die Entsorgung übernehmen, lässt jedoch die Franchise-Geschäfte die vollen Kosten für Desinfektionsmaßnahmen tragen. Ein PR-Beamter von Seven-Eleven Japan sagte: „In Zukunft erwägen wir, geöffnete Geschäfte ebenfalls zu unterstützen.“

Wenn Convenience-Stores geschlossen werden müssen, erzielen sie natürlich keinen Gewinn und ihre Eigentümer müssen unter anderem die Kosten für die Entschädigung der Mitarbeiter und die Produktentsorgung tragen, die sich auf mehrere Millionen Yen belaufen können.

MA

Anzeige
Anzeige

Das könnte Sie auch interessieren:

Rolling Sushi - der Japan-Podcast

Rolling Sushi - Japan für die Ohren

Kommentieren Sie den Artikel

Please enter your comment!
Please enter your name here