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HomeNachrichten aus JapanWirtschaftGeschäftsklima in Japan verschlechtert sich wieder

Corona-Politik fehlt es an einer klaren Linie

Geschäftsklima in Japan verschlechtert sich wieder

Laut Teikoku Database hat sich das Geschäftsklima in Japan nach vier Monaten wieder verschlechtert.

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Der Diffusionsindex fiel im Vergleich zum April um 0,8 Punkte auf 37,5, was teilweise die Verlängerung und Ausweitung des dritten COVID-19 Ausnahmezustands der Regierung widerspiegelt. Im März stieg das Klima noch auf ein Niveau von vor der Pandemie.

Geschäftsklima besonders in der Bewirtungs- und Beherbergungsbranche stark gefallen

Insgesamt verschlechterte sich das Geschäftsklima in 8 von 10 befragten Branchen. Im Einzelhandel sank der Index um 1,6 Prozent auf 33,1 Prozentpunkte. Die Branche hat damit zu kämpfen, dass die Menschen weniger Geld ausgeben und viele Geschäfte geschlossen haben oder ihre Öffnungszeiten kürzen mussten.

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Im Dienstleistungsgewerbe sank der Index um 0,4 Prozent auf 37,5 Prozentpunkte. In der Bewirtungsbranche sank der Index allerdings um 1,9 Prozent und in der Beherbergungsbranche um 3,0 Prozent.

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Das Geschäftsklima sank in allen 10 japanischen Regionen: in Hokkaido um 1,7 Prozent auf 34,5, in der Region Chugoku um 1,8 Prozent auf 36 Prozentpunkte und in der Region Kyushu um 2 Prozent auf 37,5.

Ausnahmezustand erschwert langfristige Planung der Unternehmen

Laut eines Sprechers von Teikoku Database wird die Stimmung wieder steigen, sobald der Ausnahmezustand aufgehoben und die wirtschaftlichen Aktivitäten wieder zur Normalität zurückkehren.

Laut Ökonomen erschwert der dritte Ausnahmezustand allerdings die langfristige Planung von Unternehmen, da es den Eindruck macht, als habe die Regierung keine Vision und es fehlt an einer einheitlichen Linie bei der Bekämpfung der Pandemie.

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