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Großteil japanischer Frauen wünschen bessere Vereinbarkeit von Arbeit und Kinderwunsch

Etwa 90 Prozent der berufstätigen Frauen in Japan, die mit dem Gedanken spielen, sich künstlich befruchten zu lassen, wünschen sich die Unterstützung ihres Arbeitgebers. Die Arbeitsbedingungen sollten so angepasst werden, dass der Kinderwunsch einer Frau nicht ihre Karriere gefährdet.

Die japanische Gesellschaft für Geburtshilfe und Gynäkologie führte von September bis Dezember 2018 eine Online-Umfrage durch. Sie befragten Frauen, die sich in einer von 15 speziellen Einrichtungen in Japan einer Fruchtbarkeitsbehandlung unterzogen. Auf die Umfrage reagierten 835 Frauen, die durchschnittlich 37 Jahre alt waren.

807 der Befragten waren berufstätig. Bei 89 Prozent von ihnen unterbrach die Fruchtbarkeitsbehandlung ihre Karriere. 70 Prozent der Teilnehmerinnen wünschten sich, dass ihre Arbeitgeber Kurzarbeit oder Gleitzeit anbieten, damit die Frauen weiterarbeiten können. Viele wünschten sich auch eine finanzielle Unterstützung für die Behandlung.

Nur 20 Prozent der Befragten gaben an, eine vorübergehende Änderung ihrer Beschäftigung zu wollen. Zum Beispiel wurde die Möglichkeit, in Teilzeit zu arbeiten, genannt. Japan setzt sich seit langem mit der Frage auseinander, dass Frauen in der Regel ihre Karriere aufgeben müssen, wenn sie ihre Kinder großziehen.

In der Umfrage erklärten allerdings auch 94 Prozent der Teilnehmerinnen, dass ihnen die Behandlung wichtiger sei als ihre Karriere. Von diesen Frauen informierten aber nur 55 Prozent ihren Arbeitgeber über ihre Fruchtbarkeitsbehandlung. Über 60 Prozent der Befragten erklärten, es mache keinen Unterschied, ob man dem Arbeitgeber Bescheid gebe oder nicht. Ein Großteil machten die Erfahrung, dass es die Arbeitgeber nur am Rande interessierte.

Im Rahmen einer Fruchtbarkeitsbehandlung wählen die Ärzte den besten Zeitpunkt für die Ei-Entnahme ebenso wie für die Empfängnis. Dieser Zeitpunkt wird aufgrund der persönlichen Daten der Frau bestimmt und kann auch kurzfristig mitgeteilt werden, was es vor allem für berufstätige Frauen schwer macht, langfristige Pläne zu machen.

Da eine solche Behandlung aber nur einen halben Tag dauert, wünschen sich viele Frauen die Möglichkeit, sich dafür eine Auszeit nehmen zu können. Ein Mitarbeiter der Japan Society of Obstetrics and Gynecology erklärte, wie wichtig diese Auszeiten für die Frauen und ihren Kinderwunsch seien.

Quelle: AS

 

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