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HomeNachrichten aus JapanWirtschaftHaushaltsausgaben in Japan im September um 1,0 Prozent gesunken

Zum zweiten Mal in Folge

Haushaltsausgaben in Japan im September um 1,0 Prozent gesunken

Die Haushaltsausgaben in Japan sind im September real um 1,9 Prozent gegenüber dem Vorjahr gesunken, insbesondere durch den Ausnahmezustand und wegen der schleppenden Verkäufe von Autos.

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Laut Daten der japanischen Regierung beliefen sich die durchschnittlichen Ausgaben von Haushalten mit mindestens zwei Personen auf 265.306 Yen (ca. 2.024 Euro), ein erneuter Rückgang nach August, wo die Ausgaben bereits um 3,0 Prozent gefallen sind.

Haushaltsausgaben im Bereich Kommunikation und Transport besonders stark gesunken

Aufgeschlüsselt fielen die Haushaltsausgaben für Transport und Telekommunikation um 6,5 Prozent und trugen damit am meisten zum Gesamtrückgang bei. Die Ausgaben für Kraftfahrzeuge sind in letzter Zeit aufgrund einer weltweiten Halbleiterkrise und der Unterbrechung der Ersatzteilversorgung, die die Automobilhersteller zu Produktionskürzungen gezwungen haben, zurückgegangen.

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Ein Rückgang der Ausgaben für Lebensmittel, einschließlich Restaurantbesuche, um 3,5 Prozent aufgrund des monatelangen Ausnahmezustands bis Ende September hat den Gesamtverbrauch ebenfalls belastet. Auch die Ausgaben für Unterhaltung sind um 8,6 Prozent gesungen.

In dem Bemühen, das Wiederaufflammen des Coronavirus einzudämmen, das durch die hochansteckende Delta-Variante ausgelöst wurde, galt die Maßnahme Anfang September für 21 der 47 Präfekturen Japans. Im Rahmen des Ausnahmezustands wurden die Menschen aufgefordert, zu Hause zu bleiben, und Restaurants und Bars wurden gebeten, früher zu schließen und keinen Alkohol auszuschenken.

Ausgaben für Wohnraum stark gestiegen

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Auf saisonbereinigter Basis stiegen die Ausgaben im September jedoch real um 5,0 Prozent gegenüber August, der erste Anstieg seit fünf Monaten, da die Zahl der neuen Virusinfektionen nach dem Höchststand Ende August deutlich zurückging, obwohl der Ausnahmezustand weiterhin in Kraft blieb.

Insbesondere die Ausgaben für den Wohnraum sind um 5,3 Prozent gestiegen, was insbesondere an steigende Mietkosten liegt.

Das durchschnittliche Monatseinkommen von Angestelltenhaushalten mit mindestens zwei Personen stieg im September real um 2,5 Prozent auf 481.800 Yen (ca. 3.677 Euro) und damit den zweiten Monat in Folge.

Die Ausgaben der Haushalte sind ein wichtiger Indikator für den privaten Verbrauch, der mehr als die Hälfte des japanischen Bruttoinlandsprodukts ausmacht.

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