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Trotz 5. Infektionswelle

Haushaltsausgaben in Japan sind im Juli erneut gestiegen

Die Haushaltsausgaben stiegen im Juli in Japan real um 0,7 Prozent im Vergleich zum Vorjahr und damit zum ersten Mal seit zwei Monaten.

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Laut Daten der japanischen Regierung ist der Anstieg angesichts der 5. Infektionswelle allerdings moderat.

Haushaltsausgaben erholten sich von einem Rückgang von 7,6 Prozent

Die durchschnittlichen Haushaltsausgaben von Haushalten mit zwei oder mehr Personen beliefen sich auf 267.710 Yen (ca. 2.051,65 Euro), so Daten des Ministeriums für innere Angelegenheiten und Kommunikation, und erholten sich damit von einem Rückgang von 7,6 Prozent im Vorjahr.

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„Der Anstieg war recht gering, sodass es besser wäre, ihn als fast gleichbleibend im Vergleich zum Vorjahr zu betrachten“, so ein Sprecher des Ministeriums.

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Der Anstieg folgte auf einen revidierten Rückgang von 4,3 Prozent im Juni. Die Zahl für Juni wurde von einem Rückgang um 5,1 Prozent revidiert, nachdem das Ministerium die Berechnungsmethode für den Verbraucherpreisindex geändert hatte.

Angesichts eines Anstiegs der Infektionen durch die hochansteckende Delta-Variante, wurde Mitte Juli für Tokyo der Ausnahmezustand verhängt, die Präfektur Okinawa befindet sich bereits seit Ende Mai im Ausnahmezustand.

Die Maßnahme schränkt die Konsumausgaben ein, da die Menschen aufgefordert wurden, zu Hause zu bleiben. Restaurants und Bars gebeten werden, keinen Alkohol auszuschenken und um 20 Uhr zu schließen.

Im Juli sanken die saisonbereinigten Ausgaben im Vergleich zum Vormonat um 0,9 Prozent und damit den dritten Monat in Folge. Der Sprecher erklärte, dass sich die Ausgaben der privaten Haushalte noch nicht wieder auf das Niveau vor der Pandemie erholt haben, was zum Teil auf den Anstieg der Infektionen zurückzuführen ist.

Monatseinkommen gesunken

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Das durchschnittliche Monatseinkommen von Haushalten mit mindestens zwei Personen sank im Juli real um 2,2 Prozent auf 668.062 Yen (ca. 5.121,36 Euro) und damit den dritten Monat in Folge.

Die Haushaltsausgaben sind ein wichtiger Indikator für den privaten Verbrauch, der mehr als die Hälfte des japanischen Bruttoinlandsprodukts ausmacht.

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