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Preise steigen immer weiter

Industrie in Japan leidet unter steigenden Preisen von Holz

Die Industrie in Japan leidet unter der weltweiten Knappheit und steigenden Preisen von Holz. Mittlerweile befürchten viele Unternehmen einen großen Schaden für den heimischen Markt.

Da die Nachfrage in den USA, China und einigen anderen Ländern immer weiter ansteigt, sind die Preise in die Höhe geschossen, was dazu führt, dass japanische Firmen immer größere Probleme haben, Material zu bekommen.

Boomende Nachfrage nach Holz lässt Preise explodieren

Im vergangenen Monat überschritt der Holz Futures zum ersten Mal in der Geschichte die Marke von 1.700 US-Dollar (ca. 1.397 Euro). Zwar ist der Preis seitdem wieder gesunken, allerdings ist er immer noch mehr als dreimal so hoch, wie vor einem Jahr.

Aufgrund des Preisanstiegs sind mittlerweile die Importe von Holz in Japan gesunken. Allein im Januar betrug die Menge 77 Milliarden Yen (ca. 577 Millionen Euro), was zwar ein Plus von 12 Prozent gegenüber Dezember bedeutet, aber ein Minus von 17 Prozent gegenüber dem Vorjahr.

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Schuld daran ist die boomende Nachfrage durch den Bau und die Renovierung von Häusern in den USA, aber auch ein Mangel an Schiffscontainern und der Anstieg der Transportkosten haben den Export gedrückt.

Zwar sind ca. 70 Prozent der Fläche Japans von Wäldern bedeckt, doch laut der japanischen Forstbehörde, wird etwa die Hälfte des Holzes, dass für den Wohnungsbau benötigt wird, importiert.

Ein Sprecher der Forstbehörde sagte, dass die Behörde im April Mitteilungen an Unternehmen verschickt hat, mit der Bitte, nicht mehr Bestände als nötig zu sichern. Die Behörde hat auch sieben regionale Treffen organisiert, um Unternehmen dazu zu bringen, enger miteinander zu kommunizieren.

Die Industrie hat mittlerweile umgeschwenkt und versucht mehr heimisches Holz zu verwenden, doch die gesunkenen Exporte so schnell wie nötig auszugleichen ist schwer.

Die gestiegene Nachfrage nach Holz aus Japan führt zudem ebenfalls zu einem Preisanstieg. Auch die Zurückhaltung von Importeuren, die wegen der hohen Preise gezögert haben, Ware zu kaufen, führt nun dazu, dass die Preise in Japan noch schneller steigen, weil sie nun kaufen, um den Bedarf zu decken.

Unternehmen müssen ihre Preise erhöhen

Unternehmen haben daher gar keine Wahl, als ihre Preise zu erhöhen.

Das Unternehmen Akase, das Möbelhäuser in mehreren Präfekturen betreibt, kündigte für Juli eine Preiserhöhung an. Ein Sprecher sagte, dass es unmöglich sei, die aktuellen Preise zu halten und dass das Unternehmen auf Holzimporte angewiesen ist.

So wird der Preis für Esstische um ca. 40.000 Yen (ca. 300 Euro) steigen.

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