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Ökonomen erwarten weitere Preissteigerung

Immer mehr japanische Unternehmen haben Probleme bei der Materialbeschaffung

Laut einer Umfrage des Kreditunternehmens Teikoku Databank haben immer mehr japanische Unternehmen wegen der russischen Invasion der Ukraine, Probleme bei der Beschaffung von Rohstoffen.

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Die Umfrage ergab, dass 50,8 Prozent direkt mit Problemen bei der Materialbeschaffung betroffen sind, 66,7 Prozent spüren die Auswirkungen in gestiegenen Kosten.

Holz verarbeitende Branche besonders betroffen

Viele Unternehmen gaben an, dass sie Maßnahmen ergriffen haben, oder erwägen auch die Umstellung auf andere Materialien und die Weitergabe der gestiegenen Preise an die Verbraucher.

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Insbesondere die Holz verarbeitende Industrie ist betroffen. In der Umfrage gaben 88,3 Prozent der Bauunternehmen und 83,6 Prozent der Holz- und Bambusgroßhändler an, dass sie Schwierigkeiten haben, ihre Lagerbestände aufzufüllen.

Bereits vor der russischen Invasion der Ukraine hatte die Branche eh schon mit Problemen zu kämpfen, durch die Sanktionen gegen Russland haben sich diese allerdings verschärft, da die Einfuhr bestimmter russischer Hölzer nicht mehr erlaubt ist. Zudem hat Russland Japan als „unfreundliches Land“ eingestuft und den Export einiger Holzprodukte gestoppt.

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Neben der Holz verarbeitenden Industrie sind zudem Kraftstoffhändler besonders von den gestiegenen Einkaufspreisen betroffen.

Viele Unternehmen verzichten noch darauf, die Endkundenpreise zu erhöhen

Eine weitere Umfrage von Tokyo Shoko Research zeigt allerdings, dass aktuell 68,7 Prozent der Unternehmen, trotz gestiegener Materialpreise, auf eine Preiserhöhung für den Endverbraucher verzichten.

Vornehmlich Unternehmen im Bereich Informationstechnologie und im Bereich Lifestyle, also Reisebüros, Betreiber von Hochzeitslocations, verzichten auf eine Preiserhöhung.

Zur Preisentwicklung in Japan schätzen Ökonomen, dass die Preise in Japan weiter steigen, da die gestiegenen Kosten immer öfters an Endkunden weitergegeben werden.

Dies wiederum hätte zur Folge, dass die Menschen sparsamer werden und so der Verbrauch zurückgehen wird. Was wiederum der wirtschaftlichen Erholung von den Folgen der Pandemie schadet.

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