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Immer mehr japanische Unternehmen nutzen E-Sport, um die Mitarbeiterbindung zu vertiefen

Nützliches Instrument für Unternehmen

Immer mehr Unternehmen nutzen E-Sport-Events als Instrument um die Kommunikation und die Bindung der Mitarbeiter zu stärken. Gerade jüngere Generationen ziehen solche Veranstaltungen Dienstreisen oder Schulungen vor.

E-Sport dürfte dadurch in Japan immer wichtiger werden, da Unternehmen ihn nutzen, um ein Gefühl der Einheit zu fördern, so Analysten.

E-Sport als Schulungsmaßnahme für Angestellte

Im vergangenen Jahr veranstalteten Nippon Telegraph und Telephone West Corp. einen Wettbewerb um Winning Eleven, ein Fußballgame für Smartphones. Rund 1.800 Mitarbeiter der beiden Unternehmen haben im September und Oktober online an den Qualifikationsrunden teilgenommen.

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Bei der Endrunde in Osaka, die im Dezember stattfand, sind die letzten acht Teilnehmer gegeneinander angetreten. Insgesamt haben rund 200 Mitarbeiter und Familienangehörige die Spiele verfolgt. „Es war ein hitziger Wettbewerb“, so ein Mitarbeiter.

Zum 20. Jahrestag der Neuausrichtung der NTT-Gruppe schlugen Mitarbeiter vor, ein Sportfestival abzuhalten. NTT West entschied sich allerdings für ein E-Sport-Event, um mehr Mitarbeiter zur Teilnahme zu bewegen.

Das Unternehmen übernahm die Reisekosten der acht Finalisten und ihrer Familienangehörigen.

Während der Qualifikationsrunden wurden Veranstaltungen organisiert, bei denen Mitarbeiter, die sich mit Videospielen auskennen, ihr Know-how anderen beibrachten und an Übungsspielen teilnahmen.

„Wir könnten gemeinsam aufgeregt sein und die Grenzen von Zeit und Raum überwinden“, sagte NTT West-Präsident Mitsuyoshi Kobayashi.

E-Sport-Clubs in der Unternehmenskultur ziehen junge Arbeitnehmer an

Hitachi Systems Ltd., eine Informationstechnologie-Firma, die zu Hitachi Ltd. gehört, gründete  im Oktober 2018 auf Initiative des Präsidenten der Tochtergesellschaft, Masahiro Kitano, einen E-Sport-Club, um die interne Interaktion zu fördern.

Zu Anfang nahmen 10 Teilnehmer das Angebot an, mittlerweile ist die Zahl auf etwa 40 gestiegen. Die Mitglieder treffen sich einmal im Monat nach der Arbeit in einem Konferenzraum und spielen Winning Eleven und andere Spiele.

„E-Sport zieht junge Mitarbeiter leichter an als Betriebsausflüge und andere konventionelle Veranstaltungen, die auf die Entwicklung der Einheit unter den Arbeitnehmern abzielen“, so Aoyama Gakuin Prof. Hiroshi Yamamoto, ein Spezialist für Teambildung in Unternehmen.

„Ältere Mitarbeiter zur Teilnahme zu bewegen, wird allerdings für die Unternehmen zu einer Herausforderung.“

TJT

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