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Druck auf die Verbraucher steigt

Inflation in Tokyo steigt auf 40-Jahres-Hoch

Die Inflation in Tokyo stieg im Oktober im Jahresvergleich um 3,4 Prozent, und ist damit so hoch wie seit 40 Jahren nicht mehr.

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Laut Daten der japanischen Regierung ist der Schlüsselindex für die Verbraucherinflation in Tokyo, der die volatilen frischen Lebensmittel ausschließt, den 14. Monat in Folge gestiegen und hat sich gegenüber September beschleunigt.

Inflation in Tokyo ein Indikator für Japan

Die Inflation in Tokyo wird als Indikator für die Entwicklung im gesamten Land angesehen. Ökonomen gehen davon aus, dass der landesweite Wert bis zum Ende des Jahres weiter steigen wird.

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Nach Angaben des Ministeriums für innere Angelegenheiten und Kommunikation war der Verbraucherpreisindex in Tokyo zuletzt im Juni 1982 um 3,4 Prozent gestiegen, wenn man die Auswirkungen der mehrfachen Verbrauchssteuererhöhungen außer Acht lässt.

Druck auf die Verbraucher steigt

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Die Lebensmittelpreise in Tokyo stiegen um 5,9 Prozent, da das Lohnwachstum weiterhin eher moderat ist, bedeutet das eine steigende Belastung für die Verbraucher.

Auch die Energiepreise stiegen um 24,2 Prozent, wobei die Strom- und Gasrechnungen um 26,9 Prozent bzw. 29,3 Prozent zunahmen. Die Preise für Benzin und Kerosin kletterten ebenfalls nach oben, allerdings relativ langsam, da die Regierung den Großhändlern Subventionen gewährt, um die höheren Kosten für die Verbraucher abzufedern. Da Japan jedoch auf die Wintersaison zusteuert, wird erwartet, dass die Energienachfrage größer wird.

Der Anstieg des Kernverbraucherpreisindexes ist außerdem darauf zurückzuführen, dass die Auswirkungen des starken Rückgangs der Mobilfunkgebühren im Vergleich zum Vorjahr weiter abgenommen haben.

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