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Indikator für die landesweite Entwicklung

Inflation in Tokyo steigt immer schneller an

Die Inflation in Tokyo, die als Indikator für die landesweite Entwicklung gilt, steigt immer schneller an. Im September stieg sie um 2,8 Prozent gegenüber dem Vorjahr, was den schnellsten Anstieg seit über 30 Jahren markiert.

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Der Kern-Verbraucherpreisindex für die japanische Hauptstadt, der die volatilen frischen Lebensmittel ausschließt, stieg laut den Daten des Ministeriums für innere Angelegenheiten und Kommunikation den 13. Monat in Folge.

Preise in Tokyo steigen immer schneller

Berücksichtigt man den Zeitraum von einem Jahr, der von einer Verbrauchssteuererhöhung im Jahr 2014 betroffen war, so beschleunigte sich die Kerninflation der Verbraucher so schnell wie seit Juni 2014 nicht mehr.

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Der Anstieg im September war der schnellste seit April 1992, als der Kernverbraucherpreisindex in Tokyo um 2,9 Prozent anstieg.

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Die Hauptursachen für die Beschleunigung der Inflation sind die Energiepreise, die im Vergleich zum Vorjahr um 24,2 Prozent gestiegen sind. Die Lebensmittelpreise (ohne verderbliche Waren) stiegen um 4,5 Prozent, wobei sich der Anstieg von 3,8 Prozent im August beschleunigte, wie die Daten zeigten.

Die japanische Regierung plant, bis Ende Oktober ein umfassendes Wirtschaftspaket zu schnüren, das Maßnahmen zur Abmilderung der Auswirkungen der steigenden Preise auf Unternehmen und Haushalte enthält.

Unternehmen rechnen mit weiteren Preissteigerungen

Nach der jüngsten Schätzung der Bank of Japan wird der Kern-VPI im laufenden Geschäftsjahr bis März nächsten Jahres in Japan voraussichtlich über 2 Prozent liegen, in den Geschäftsjahren 2023 und 2024 jedoch wahrscheinlich unter dem Zielwert.

Da die höheren Importkosten jedoch bereits begonnen haben, die Stimmung der Unternehmen zu belasten, erwarten die japanischen Unternehmen laut der Umfrage der Zentralbank im nächsten Jahr, in drei Jahren und in fünf Jahren einen Preisanstieg von 2 Prozent oder mehr.

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