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Verbraucher müssen immer tiefer in die Tasche greifen

Inflationswelle treibt die Preise in Japan in die Höhe

Verbraucher weltweit müssen durch die Inflationswelle tiefer in die Tasche greifen, um die Lebenshaltungskosten zu decken. Auch Japan hat die Welle mittlerweile erfasst und treibt die Preise an.

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Normalerweise sehen japanische Unternehmen davon ab, gestiegene Kosten an die Verbraucher durch Preiserhöhungen weiterzugeben, allerdings sind immer mehr mittlerweile gezwungen, von dieser Praxis abzusehen.

Inflationswelle sorgt für steigende Preise in allen Bereichen

Die Inflationswelle hat zum Beispiel dafür gesorgt, dass Kikkoman, das seine Preise seit 14 Jahren nicht mehr erhöht hat, nun eine Preiserhöhung von 4 bis 10 Prozent angekündigt hat.

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„Wir haben uns bemüht, die Herstellungskosten zu senken und die Logistik zu rationalisieren, um die gestiegenen Kosten aufzufangen. Aber unsere Bemühungen allein reichen nicht aus, um die in letzter Zeit stark gestiegenen Material- und Logistikkosten aufzufangen“, heißt es in einer Erklärung des Unternehmens.

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Auch Nippn hat die Preise für seine Nudel und Nudelsaucen um 2 bis 9,5 Prozent erhöht, da die Importkosten für Weizen stark gestiegen sind.

Einige Tiefkühlprodukte von Maruha Nichiro, Nippon Suisan Kaisha und Ajinomoto Frozen Foods sind seit ersten Februar zwischen 1 und 23 Prozent teuer geworden.

Die Inflationswelle führt allerdings nicht nur bei Lebensmittel zu einer Preissteigerung, auch die Benzin- und Strompreise sind deutlich angestiegen. Am 24. Januar überstieg der Durchschnittspreis für einen Liter Benzin zum ersten Mal seit mehr als 13 Jahren die Marke von 170 Yen (ca. 1,31 Euro).

Die japanische Regierung versucht mit Subventionen für Großhändler den Preisanstieg zu bremsen.

Regierung könnte Benzinpreise mit Maßnahmen stabilisieren

Industrieminister Koichi Hagiuda deutete am Sonntag sogar an, dass die Regierung möglicherweise eine Regelung erlassen müsse, die eine vorübergehende Senkung der Benzinsteuer um 25 Yen pro Liter ermöglicht.

Die Strompreise werden in Japan ab März deutlich steigen, so stark wie zuletzt vor fünf Jahren. Fast alle Stromanbieter haben einen Preisanstieg bereits angekündigt.

Viele Ökonomen gehen davon aus, dass die Preise in Japan aufgrund des Drucks durch die weltweite Inflationswelle noch eine Weile steigen werden.

Leidtragende sind insbesondere einkommensschwache Haushalte. Obwohl die Regierung einige Hilfsmaßnahmen ergriffen hat, fordert Verbände zusätzliche Schritte, um die Auswirkungen der Preiserhöhungen abzufedern.

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