Anzeige
HomeNachrichten aus JapanWirtschaftIWF senkt Japans Wachstumsprognose

Schwächeres Wachstum erwartet

IWF senkt Japans Wachstumsprognose

Der Internationale Währungsfonds (IWF) hat am Dienstag das Wirtschaftswachstum für Japan im Jahr 2021 auf 2,4 Prozent prognostiziert, was 0,4 Prozent weniger sind als bei der Prognose im Juli.

Anzeige

Grund ist die jüngste Infektionswelle, die die Wirtschaft des Landes weiterhin einschränkt. Die Wachstumsaussichten für das folgende Jahr wurden jedoch um 0,2 Punkte auf 3,2 Prozent angehoben.

IWF senkt globale Wachstumsprognose

Die globale Wachstumsprognose des IWF für 2021 wurde um 0,1 Prozentpunkte auf 5,9 Prozent gesenkt. Grund dafür ist, dass die Prognosen für einige große Volkswirtschaften gesenkt wurden, was zum Teil auf länger als erwartete Lieferunterbrechungen infolge der Pandemie zurückzuführen ist.

LESEN SIE AUCH:  Japans wichtigster Wirtschaftsindex verzeichnet stärksten Rückgang seit 15 Monaten

„Der weltweite Aufschwung setzt sich fort, aber die Dynamik hat sich abgeschwächt und wird durch die Pandemie gebremst“, so IWF-Chefvolkswirtin Gita Gopinath. Gleichzeitig warnte sie vor den zunehmenden Unterschieden in den Wirtschaftsaussichten der einzelnen Länder, die auf die großen Unterschiede beim Zugang zu Impfstoffen und bei der politischen Unterstützung zurückzuführen sind.

Die Produktion der G7-Länder wird den Prognosen zufolge bis 2022 auf den Wachstumspfad vor der Pandemie zurückkehren und danach leicht darüber hinausgehen, was durch ein zusätzliches Konjunkturpaket der USA unterstützt wird. Laut des IWF werden allerdings andere Volkswirtschaften erst in vielen Jahren zu diesem Niveau zurückkehren können.

Beschleunigung der Impfung ist die oberste Priorität

Anzeige

Politische Entscheidungen sind aufgrund des gedämpften Beschäftigungswachstums und der steigenden Inflation in Ländern wie den Vereinigten Staaten schwieriger geworden, da die Nachfrage aufgrund der gelockerten Coronabeschränkungen zunimmt, das Angebot aber nur langsam reagiert, so der IWF. Auch die Lebensmittelpreise steigen, was den Ländern mit niedrigem Einkommen die Ausgaben drosselt.

Für 2022 hielt der Internationale Währungsfonds an seiner Prognose von 4,9 Prozent fest.

Angesichts der anhaltenden Besorgnis über das mögliche Auftreten aggressiverer Coronavirus-Varianten, nachdem die Delta-Variante zu einem erneuten Anstieg der Infektionen geführt hatte, erklärte der IWF, die Beschleunigung der Impfung der Weltbevölkerung bleibe die oberste politische Priorität.

Anzeige
Anzeige