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Japan ändert Einfuhrbeschränkungen für US-Rindfleisch

Bisher galten in Japan bestimmte Einfuhrbeschränkungen beim Import ausländischer Lebensmittel, um die Sicherheit der Ware für die Konsumenten im Inland zu gewährleisten. Doch nun ändert das Land die Importbedingungen für US-Rindfleisch.

Diese wurden eigentlich eingeführt, um dem einst großflächig auftretenden Rinderwahn, auch als BSE bekannt, entgegenzuwirken. Nun erwägt die Kommission für Lebensmittelsicherheit Japan die Beseitigung solcher Importschranken. Dies gaben am Mittwoch einige Beamte der Kommission bekannt.

Bisher war es nicht gestattet, Fleisch von US-Rindern zu importieren, die älter als 30 Monate waren. Doch nun übte US-Präsident Donald Trump Druck aus, jene Beschränkungen aufzuheben. Am Donnerstag plant die japanische Lebensmittelkommission nun eine Sitzung, die diese Problematik behandeln soll. Inhalt der Sitzung ist es, einen Plan zur Aufhebung jener Importschranken genehmigen zu lassen. Dieser Plan, sofern intern genehmigt, wird dann dem Ministerium für Gesundheit, Arbeit und Soziales vorgelegt.

Rinder
Bild: Pixabay

Der Sinn der Einfuhrbeschränkungen – Rindfleisch als Träger von BSE

Bereits im April begann ein Forschungsgremium der Kommission, die Auswirkungen auf den Menschen zu diskutieren, sollten die Beschränkungen aufgehoben werden. Ein Bestandteil der Untersuchungen war das Lebensmittelsicherheitsmanagement der USA im Umgang mit Rindergewebe. Sollten die Beschränkungen für den Import von amerikanischem Rindfleisch wegfallen, müssen die USA angemessenen inländische Kontrollen des Gewebes einführen. Denn das Gewebe besitzt ein hohes Risiko, mit dem Krankheitserreger Prion infiziert zu werden.

Prionen sind eigentlich körpereigene Proteine, die allerdings auch in pathogener Form vorhanden sein können. Dann haben sie virusähnlich Eigenschaften, da sie als Toxine ihre gesundheitsschädigenden Eigenschaften auch auf andere Proteine übertragen können. Vermehrt treten sie im Hirngewebe auf, wo sie die Hirnsubstanz derart verändern, dass schwerwiegende Folgen auf den Organismus auftreten. Vermutlich sind Prionen Ursache der Creutzfeldt-Jakob-Krankheit beim Menschen, BSE („Rinderwahn“) beim Rind oder Scrapie (Traberkrankheit) bei Schafen.

Doch nach bisherigen Untersuchungsergebnissen des Komitees seien keine konkreten Probleme ersichtlich geworden. Das macht die Aufhebung der Einfuhrbeschränkungen wahrscheinlicher. Für die USA ist dies von Vorteil, weil dadurch die Kosten für die Einhaltung der japanischen Importbeschränkungen gesenkt werden können. Zudem ermöglicht das einen Vorstoß im Wettbewerb um den japanischen Markt für Rindfleischprodukte, vor allem beim Konkurrenten Australien.

Quelle: Mainichi Shimbun

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