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WTO sieht Japan im Recht

Japan fordert Südkorea auf, die Zölle auf Stahl aufzuheben

Japan hat am Dienstag Südkorea aufgefordert, die Zölle für in Japan hergestellten Stahl unverzüglich aufzuheben, nachdem die Welthandelsorganisation (WTO) entschieden hatte, dass sie gegen die Regeln verstoßen.

In einem Bericht der WTO vom Montag heißt es, dass die Preise für in Japan hergestellten Stahl höher seien als die von südkoreanischen Unternehmen, was das japanische Argument bestätigt, dass durch die Zölle ein Nachteil entsteht.

WTO gibt Japan recht

Der Bericht wies auch darauf hin, dass es eine große Menge chinesischer Produkte gebe, die bereits zu einem niedrigen Preis auf dem Markt seien.

Japan forderte Südkorea auf, auf der Grundlage der Entscheidung Maßnahmen zu ergreifen.

Mehr zum Thema:  Japan verlangt von Südkorea Vorschläge für eine Lösung des Streits wegen der Zwangsarbeit

„Wir fordern Südkorea nachdrücklich auf, den als gegen das WTO-Abkommen verstoßend anerkannten Zoll gemäß der Entscheidung abzuschaffen“, sagte Kabinettschef Katsunobu Kato auf einer Pressekonferenz in Tokyo.

Die Entscheidung der WHO könnte die Spannungen zwischen Japan und Südkorea weiter anheizen und damit eine Beziehung verschlechtern, in der sich die Nachbarn über die Entschädigung von Arbeitskräften in Kriegszeiten und die Einführung strengerer Exportkontrollen durch Tokyo zerstritten haben.

Südkorea begann im Juli 2004 mit der Einführung eines Zollsatzes von 15,39 Prozent auf in Japan hergestellten Stahl und beschloss, die Maßnahme im Juni 2017 zum dritten Mal zu verlängern, was Tokyo veranlasste, im Juni 2018 bei der WTO Beschwerde einzureichen.

Zölle ließen Export schrumpfen

Südkoreas Antidumpingzoll auf japanischen Stahl, der zur Herstellung von Schrauben, Muttern und Ventilen für Maschinen und Autos verwendet wird, belief sich nach Angaben des japanischen Ministeriums für Wirtschaft, Handel und Industrie bis Ende 2019 auf insgesamt etwa 6,9 Milliarden Yen.

Das Volumen des Exports von Japan nach Südkorea ging seit der Einführung von Antidumpingzöllen um etwa 60 Prozent zurück. Im Jahr 2019 wurden 3.791 Tonnen aus Japan exportiert, verglichen mit 9.269 Tonnen im Jahr 2002.

Ein Land darf fünf Jahre lang einen Antidumpingzoll erheben, wenn es der Ansicht ist, dass die Preise eines importierten Produkts im Vergleich zu den Preisen auf dem heimischen Markt künstlich gesenkt sind. Die Maßnahme kann verlängert werden, wenn befürchtet wird, dass die Aufhebung der heimischen Industrie schaden würde.

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