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Eine der größten Privatisierungen des Landes

Japan gibt grünes Licht für Börsengang von Tokyo Metro

Das japanische Verkehrsministerium hat dem Börsengang von Tokyo Metro grünes Licht gegeben und damit die Weichen für eine der größten Privatisierungen und Börsengänge des Landes gestellt.

In dem Bericht, der dem Plan zustimmt, gibt es allerdings keine Angaben über den Zeitrahmen oder zum Umfang des Unterfangens. Allerdings ebnet die Empfehlung den Weg für den Verkauf von Japan Tobacco und Japan Post, um der Regierung bei der Finanzierung der Schuldenrückzahlung zu helfen.

Börsengang könnte Wert des Unternehmens deutlich erhöhen

„Eine Börsennotierung der Tokyoter Metro ist der beste Weg, um die Effekte einer Privatisierung zu maximieren“, so ein Ausschuss des Ministeriums in einem am Donnerstag veröffentlichten Bericht. Verkehrsminister Kazuyoshi Akaba sagte, dass seine Behörde die notwendigen Schritte zur Durchführung des Verkaufs einleiten werde.

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Tokyo Metro ist derzeit zu 53,4 Prozent im Besitz der japanischen Regierung und zu 46,6 Prozent im Besitz der Stadtverwaltung von Tokyo. Beide sollten jeweils die Hälfte ihrer derzeitigen Anteile behalten und jeder Verkauf sollte gleichzeitig und in gleichem Maße erfolgen, so der Bericht. Eine Börsennotierung könnte den Wert des Unternehmens auf mehr als 1 Billion Yen (ca. 7.6 Milliarden Euro) erhöhen.

Privatisierung lange erwartet

Eine Privatisierung der U-Bahn, die durchschnittlich 7,56 Millionen Fahrgäste pro Tag befördert, wird seit Jahren sehnlichst erwartet, insbesondere von Kleinanlegern. Doch nicht alle Börsengänge von staatlich kontrollierten Unternehmen sind erfolgreiche Investitionen. Kyushu Railway Co. wird derzeit 18 Prozent unter dem IPO-Preis von 2016 gehandelt.

Tokyo Metro verzeichnete im letzten Geschäftsjahr bis März einen Nettoverlust von 53 Mrd. Yen (ca. 407 Millionen Euro), da die Fahrgastzahlen und Werbeverkäufe aufgrund der Pandemie zurückgingen. Ein Jahr zuvor hatte das Unternehmen einen Nettogewinn von 51 Mrd. Yen (ca. 392 Millionen Euro) bei einem Umsatz von 433 Mrd. Yen (ca. 3,3 Milliarden Euro) erzielt.

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