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Wachstum soll in den nächsten Jahren stark ansteigen

Japan kann den Staatshaushalt durch die Pandemie erst später ausgleichen

Eigentlich hatte die japanische Regierung vor den Staatshaushalt bis 2027 auszugleichen, doch die Coronavirus-Pandemie hat einen Strich durch die Rechnung gemacht.

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Trotzdem ist die Regierung positiv gestimmt, dass sie den Ausgleich bis 2029 schaffen könnte, da sie ein optimistisches Wirtschaftswachstum erwartet.

Staatshaushalt sollte 2027 ausgeglichen sein

Zuvor hatte die Regierung prognostiziert, dass sie im Haushaltsjahr 2027 einen Überschuss im Primärsaldo, also Steuereinnahmen abzüglich der Ausgaben mit Ausnahme der Zahlung von Zinsen für Schulden, erzielen könnte. Nun heißt es jedoch, dass die Regierung mit einem Überschuss von 300 Milliarden Yen im Jahr bis März 2030 in die schwarzen Zahlen kommen könnte.

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Die Verzögerung würde durch einen Rückgang der Steuereinnahmen im Vergleich zu Anfang dieses Jahres verursacht werden, der durch die Pandemie und wachsende Ausgaben zur Abfederung der Auswirkungen verursacht wird, heißt es in einem Bericht der japanischen Regierung.

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Die am Freitag veröffentlichten Prognosen wurden unter der Annahme erstellt, dass die drittgrößte Volkswirtschaft der Welt ab dem Finanzjahr 2021, das im kommenden April beginnt, fünf Jahre lang ein reales Wachstum von über 2 Prozent und ein nominales Wachstum von 3 Prozent jährlich erreichen wird.

Wenn das Wachstum des Bruttoinlandsprodukts ab dem Fiskaljahr 2024 sowohl real als auch nominal auf einem relativ niedrigen Niveau von unter 2 Prozent bleibt, wird die Wirtschaft dem Bericht zufolge selbst im Fiskaljahr 2029 ein Primärdefizit von 10,3 Billionen Yen aufweisen.

Abe will Wirtschafts- und Steuerreformen fördern

Premierminister Shinzo Abe sagte bei einem Regierungstreffen, bei dem der Bericht vorgestellt wurde, dass die Prognosen zeigen, dass Japans mittel- bis langfristige wirtschaftliche und fiskalische Bedingungen schwerwiegend sind. Abe sagte, dass er integrierte Wirtschafts- und Steuerreformen weiterhin kontinuierlich fördern will.

„Wir werden die Ausbreitung der Infektion gründlich eindämmen und gleichzeitig alle unsere Anstrengungen darauf richten, Arbeitsplätze zu erhalten, die Geschäftskontinuität zu sichern und den Lebensunterhalt der Menschen zu unterstützen, inmitten der ernsten und breiten Auswirkungen der Pandemie auf wirtschaftliche Aktivitäten und das tägliche Leben“, so Abe.

Japan kämpfte schon vor der Pandemie um eine Verbesserung des Staatshaushaltes. Da die Sozialversicherungskosten wie Renten und Gesundheitsausgaben zur Unterstützung der rasch alternden Bevölkerung des Landes in die Höhe schnellen, ist die Staatsverschuldung auf über 1,1 Billiarden Yen angestiegen.

TJT

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