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HomeNachrichten aus JapanWirtschaftJapan könnte mit 100 Mrd. Dollar den Kursverfall des Yen bremsen

Regierung könnte zum Eingreifen gezwungen werden

Japan könnte mit 100 Mrd. Dollar den Kursverfall des Yen bremsen

Die japanische Währung Yen ist aktuell auf einer Talfahrt und könnte demnächst auf 140 Yen (ca. 1,02 Euro) pro Dollar abrutschen. Laut der Bank of Amercia könnte das Land mit 100 Milliarden Dollar (ca. 94,72 Milliarden Euro) die Währung stützen, um weitere Verluste zu begrenzen.

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Japans Währung hat sich seit 1988 nicht mehr auf 140 Yen gegenüber dem Dollar abgeschwächt, aber durch einen erneuten Anstieg der Renditen von US-Staatsanleihen, könnten sie schnell auf das Niveau gedrückt werden.

Yen mittlerweile auf 131,25 gegenüber dem Dollar gefallen

Der Yen fiel im vergangenen Monat auf 131,25 gegenüber dem Dollar und damit auf den schwächsten Stand seit 2002, nachdem die Bank of Japan noch einmal bekräftigt hatte, die Renditen zehnjähriger Anleihen bei 0,25 Prozent zu halten, um so die Wirtschaft anzukurbeln.

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Das japanische Finanzministerium warnte daraufhin vor einem weiteren Kursverfall und erklärte, es werde auf abrupte Kursschwankungen reagieren.

Die japanische Währung legte am Mittwoch um 0,8 Prozent zu, nachdem die US-Notenbank die Zinssätze um einen halben Punkt angehoben hatte. Ihr Vorsitzender Jerome Powell hatte jedoch Spekulationen, dass die Zentralbank die Kreditkosten bei künftigen Sitzungen in 75-Basis-Punkt-Schritten erhöhen könnte, ausgebremst.

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Dadurch sanken die zehnjährigen US-Renditen auf 2,93 Prozent und lagen damit immer noch deutlich über der Prognose der Bank of America, dass sie bis zum Jahresende auf 2,5 Prozent fallen werden.

Kluft zwischen Regierung und Zentralbank ist groß

Der Yen ist in den letzten drei Monaten fast um 12 Prozent gefallen, was die Regierung unvorbereitet getroffen hatte. Zudem zeigt die Situation auch die Spaltung zwischen der Bank of Japan, deren Ziel es ist, die Inflation, anzuheizen, und der Regierung, die sich etwas gegen steigende Preise unternehmen muss. Steigende Preise würden den benötigten Aufschwung bremsen, da die Haushalte ihren Konsum reduzieren.

Eine Verlangsamung der Abwertung der japanischen Währung wurde die Wahrscheinlichkeit eines Eingreifens durch die Regierung verringert.

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