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Experten rechnen allerdings nicht mit einem großen Aufschwung

Japan kündigt millionenschweres Konjunkturpaket an

Die japanische Regierung kündigte ein Konjunkturpaket im Wert von 13 Billionen Yen (ca. 107 Milliarden Euro) an, um das Wirtschaftswachstum zu stützen.

Mitarbeiter der Regierung erklärten am Dienstag, dass das Paket die Schuldentilgung der japanischen Regierung deutlich erschweren wird.

Die Ausgaben würden in einem Nachtragshaushalt für 2019 und im Haushalt für 2020, das am 1. April beginnt, veranschlagt werden.

Experten erwarten keinen starken Aufschwung durch das Konjunkturpaket

Das Paket wurde allerdings die Schuldenlast der Industrie erhöhen, die doppelt so hoch ist, wie das japanische Wirtschaftsvolumen.

Trotz der Größe des Konjunkturpakets rechnen Wirtschaftswissenschaftler nicht mit einem starken Aufschwung, da die tatsächlichen Ausgaben im laufenden Geschäftsjahr geringer ausfallen dürften.

Mehr zum Thema:  Im Ausland tätige japanische Unternehmen erwarten einen Umsatzrückgang

„Wir gehen davon aus, dass sich das zusätzliche Budget für dieses Geschäftsjahr auf 3 bis 4 Billionen Yen beläuft. Wir sollten nicht erwarten, dass dies das BIP-Wachstum erheblich beschleunigt“, sagte Takuya Hoshino, Senior Economist am Dai-ichi Life Research Institute.

Die 13 Billionen Yen umfassen mehr als 3 Billionen Yen aus fiskalischen Investitions- und Kreditprogrammen, da die hoch verschuldete Regierung versucht, die niedrigen Kreditkosten im Rahmen der Negativzinspolitik der Bank of Japan zu nutzen.

Die Gemeinden werden voraussichtlich mehr als 1,5 Billionen Yen (ca. 12,4 Milliarden Euro) selbst tragen müssen.

Bereits im August 2016 wurde ein Konjunkturpaket verabschiedet. Das Paket im Rahmen der Abenomics umfasste 28,1 Billionen Yen, einschließlich 6,2 Billionen Yen, die von der Regierung bereitgestellt wurde.

Die Regierung plant, die Informations- und Kommunikationstechnologie im Bildungswesen zu fördern, indem mehr Computer an öffentlichen Schulen angeschafft werden, um sicherzustellen, dass jeder Schüler von der fünften bis neunten Klasse Zugang zu Computern hat.

Konjunkturpaket soll schwache Wirtschaft stützen

Ziel ist es, die Auswirkungen der Verbrauchsteuererhöhung zu bremsen, da Wirtschaftszahlen eine Rezession andeuten.

Aktuelle Daten des Ministeriums für Wirtschaft, Handel und Industrie zeigten, dass die Einzelhandelsumsätze im Oktober einen Rückgang von 7,1 Prozent gegenüber dem Vorjahr zu verzeichnen hatten.

Dies ist der größte Rückgang seit März 2015 und größer, als von Experten erwartet.

Weitere Daten des Ministeriums zeigen, dass die Fabrikproduktion im Oktober gegenüber dem Vormonat um 4,2 Prozent gesunken ist. Auch hier ist der Rückgang viel größer als erwartet.

TJT

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