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Neue Vorgaben ab 1. April

Japan legt neue Regeln für Whisky fest

Whisky aus Japan wird immer beliebter, allerdings war die Herkunftsbezeichnung bisher nicht geschützt. Solange die Spirituose im Land abgefüllt wurde, war es egal wo sie destilliert wurde.

Das ändert sich nun allerdings, denn die Japan Spirits & Liqueurs Makers Association (JSLMA) hat neue Vorgaben festgelegt, die besagen, dass die gesamte Produktion in Japan stattfinden muss werden.

Whisky darf keine Assoziation zu Japan haben

Die Vorgaben besagen, dass Whisky, der nur teilweise in Japan hergestellt wurde, das Wort „japanisch“ nicht mehr auf dem Etikett tragen darf. Auch alle Hinweise, die man mit dem Land assoziieren kann, müssen entfernt werden, darunter also auch die Flagge und die Kanji-Schrift.

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Die neuen Vorschriften der nicht-staatlichen Handelsgruppe der wichtigsten Produzenten des Landes werden ab 1. April für neue Produkte in Kraft treten. Für Whiskey, der gerade produziert wird, haben die Hersteller bis zum 31. März 2024 Zeit, die Vorgaben zu erfüllen.

Vorgaben sollen von der Regierung offiziell verabschiedet werden

Die JSLMA geht davon aus, dass die japanische Regierung die Vorgaben auch offiziell verabschieden wird und dass dies auch Auswirkungen auf internationale Handelsabkommen haben wird.

Die Auswirkungen der neuen Vorgaben sind bereits spürbar. Nikka, der zweitgrößte Whisky-Hersteller in Japan, kündigte bereits auf seiner Webseite an, ab sofort zwischen Abfüllungen zu unterscheiden.

„Bestimmte Nikka-Produkte erfüllen nicht die Anforderungen an ‚japanischen Whisky‘, da einige Blends Whiskys von außerhalb Japans enthalten, vor allem aus Schottland“, so ein Sprecher des Unternehmens. „Nikka’s Priorität ist es, ausgezeichnete und konsistente Geschmacksprofile zu kreieren, was wahrscheinlich der Grund dafür ist, dass sie sich entschieden haben, die Liquids nicht zu verändern, um die neuen Standards zu erfüllen.“

Japanischer Whiskey erzielt bereits hohe Preise, die JSLMA geht davon aus, dass die neuen Vorgaben dafür sorgen werden, dass die Nachfrage nach bestimmten Sorten noch weiter steigen wird und somit auch die Preise.

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