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Fairere Vergütung für Verlage

Japan nimmt Google News ins Visier

Die japanische Fair-Trade-Kommission hat angekündigt, eine Untersuchung von Newsplattformen, darunter Google News, einzuleiten und die Verträge zu überprüfen, die solche Plattformen mit Medienunternehmen haben.

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Die Kommission geht davon aus, dass die Verträge für die Nachrichtenunternehmen ungünstig sind. Experten erwarten, dass die Kommission mehrere Vorschläge für die Verbesserung der Situation für Medienunternehmen machen wird. Diese werden allerdings nicht rechtsverbindlich sein.

Konzentration auf Google News und Yahoo News

Laut der Ankündigung wird sich die Untersuchung, insbesondere auf Google News und Yahoo News konzentrieren, allerdings werden die Verträge von Line, SmartNews und Gunosy untersucht, sowie von einigen anderen Anbietern.

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Die Kommission plant, Fragebögen an etwa 300 Unternehmen zu schicken, darunter Zeitungen, Zeitschriftenverlage und Fernsehsender. Außerdem wird sie Mitarbeiter der fraglichen digitalen Plattformen befragen.

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Die Fair-Trade-Kommission geht davon aus, dass Anbieter gegen das Anti-Monopol-Gesetz verstoßen, indem sie ihre marktbeherrschende Stellung missbrauchen.

Im Februar letzten Jahres stellte die FTC fest, dass die Standards für die Berechnung der Verbreitungsgebühren von Online-Anzeigen unklar waren, ebenso wie die Art und Weise, wie Advertorials geschaltet wurden, und forderte mehr Klarheit.

Die Kommission beschloss, eine neue Untersuchung durchzuführen, die sich auf die Nachrichtendienste der Plattformen konzentrierte, nachdem sie zu dem Schluss gekommen war, dass diese Plattformen kaum Anzeichen für eine Verbesserung zeigten.

Weltweit wird immer wieder gegen Newsplattformen vorgegangen

Die Untersuchung der FTC folgt den Bemühungen anderer Länder, digitale Plattformen dazu aufzufordern, fairere Preise für die von ihnen verbreiteten Inhalte zu zahlen. Insbesondere Google News wird in der EU immer wieder kritisiert. Google ist seitdem dazu übergangen, eigene Verträge mit Verlagen zu schließen.

Letztes Jahr hat Australien ein Gesetz erlassen, das digitale Plattformen dazu verpflichtet, Nachrichtenunternehmen für die Verlinkung ihrer Inhalte in Suchergebnissen und Newsfeeds zu bezahlen. Ein ähnlicher Gesetzentwurf wurde letztes Jahr dem US-Kongress vorgelegt.

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