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Zum ersten Mal seit Anfang 2019

Japan senkt seine Konjunktureinschätzung

Japan hat am Montag seine Konjunktureinschätzung das erste Mal seit mehr als zwei Jahren gesenkt.

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Das Kabinettsbüro änderte seine Einschätzung von „Verbesserung“ im Vormonat, da der Index der Geschäftslage für September gegenüber August um 3,8 Punkte auf 87,5 gegenüber der Basis von 2015 von 100 fiel.

Konjunktureinschätzung folgt sinkendem Index

Der Index, der die aktuelle Lage der japanischen Wirtschaft widerspiegelt, fiel den dritten Monat in Folge, nachdem er bereits im Juli und August um 0,2 und 3,1 Punkte gesunken war.

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Es ist die erste Abwertung der Konjunktureinschätzung seit August 2019. Damals hatte das Kabinettsbüro seine Einschätzung allerdings nur leicht geändert.

Grund für die Verschlechterung sind insbesondere die Probleme in der Lieferkette der Hersteller, die dazu führen, dass die Produktion in vielen Bereichen stockt, besonders bei den Automobilherstellern.

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Ein Sprecher des Kabinettsbüros sagte, dass der Rückgang des Index um 3,8 Punkte der stärkste Rückgang seit dem Einbruch von 7,1 Punkte im Mai letzten Jahres ist. Damals nahm die Pandemie in Japan ihren Anfang.

Viele Bereiche verschlechterten sich

Im September fielen die Exporte von Gütern wie Autos und Motorrädern um 32,8 Prozent gegenüber dem Vormonat.

Die Indizes für den Versand von Industriegütern und die Industrieproduktion sanken beide den dritten Monat in Folge und zwar um 7,2 Prozent bzw. 5,4 Prozent.

Die Verkäufe von Einzel- und Großhändlern liefen ebenfalls schleppend, da die japanische Regierung die Menschen aufforderte, zu Hause zu bleiben. Zudem waren Restaurants und Bars dazu aufgefordert worden, früher zu schließen und keinen Alkohol auszuschenken.

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Die Maßnahmen wurden am 1. Oktober vollständig aufgehoben, da die Zahl der Neuinfektionen dank der Fortschritte im Impfprogramm der Regierung stark zurückgegangen ist. Dementsprechend wurden die Beschränkungen für wirtschaftliche Aktivitäten schrittweise gelockert.

Der Index für die Geschäftslage, der die Situation in den kommenden Monaten vorhersagt, fiel im September um 1,6 Punkte auf 99,7 und damit den dritten Monat in Folge.

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